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Wir haben abgestillt – Nach 1.000 Tagen ganz plötzlich vorbei
Ein Kleinkind abstillen, wie lange, warum und wie | judetta.de

Manchmal muss man die Pläne, die man eigentlich für den Vormittag geschmiedet hatte, über Bord werfen. Manchmal muss man einfach alles andere stehen und liegen lassen, weil sich die Gefühle im Kopf gerade so schnell drehen. Manchmal müssen die Worte, die da so laut poltern und im Herzen gefangen sind, raus: Ich glaube, wir haben abgestillt.

Und noch während ich das hier zu Papier oder besser gesagt auf den Bildschirm bringe, laufen mir schon wieder die Tränen und mein Herz ist so unglaublich schwer. Nicht, weil ich das nicht für eine gute Idee halte oder mich nicht trennen kann (okay, vielleicht ein bisschen). Sondern weil mir einmal mehr bewusst wird, dass wir den nächsten Meilenstein auf unserem Weg erreicht haben, ein Lebensabschnitt ist plötzlich vorbei. Weil mir klar wird, dass mein Bébie längst kein Bébie mehr ist und die Zeit an uns vorbei fliegt wie nix Gutes. Na klar freue ich mich wie verrückt darüber und auf das, was jetzt vor uns liegt. Aber ja, ich bin auch verdammt sentimental. Nachdem ich mich an das erste Jahr schon nur noch verschwommen erinnere und mich darum irgendwie betrogen fühl, fällt mir das jetzt eben einfach nicht leicht.

Aller (Still-)Anfang ist schwer

Fast 31 Monate, das sind beinah tausend Tage, haben wir gestillt. Was schon beim ersten Kind nicht leicht war, war bei meinem kleinen Extremchen natürlich noch härter. Ich habe gekämpft wie eine Löwin, habe die ersten 14 Tage fast ununterbrochen an der Milchpumpe gehangen. Nachts stellte ich mir den Wecker, um mich leise ins Wohnzimmer zu schleichen und dabei niemanden zu wecken. Um dann allein und im flimmernden Licht des Fernsehers Tröpfchen um Tröpfchen aufzufangen. Trotz Gefäßkrämpfen, versehentlichen Bissen und nächtlichem Dauerstillen wollte ich es so sehr, nicht zuletzt, weil Stillen das Einzige war, das mein Schreibaby einigermaßen beruhigen konnte. Das Einzige, das ihn bis zum Abstillen richtig „geerdet“ hat. Anfangs stillten wir nur seinen Hunger nach Nahrung, später auch den nach Geborgenheit, Nähe, Liebe, Beruhigung, Trost und „Regulation von Gefühlen“.

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Zuerst nachts abstillen

Es gab eine Zeit, in der ich monatelang die Nächte beinah durchgestillt habe. Der Schnuller wurde von einem Tag auf den anderen abgelehnt, denn mein Kind hatte sich dafür einen Ersatz gefunden: mich. Und so kam es, dass er nachts manchmal 15-17x gefordert hat, was er so dringend brauchte. Ihr ahnt es: mich. Klar war absehbar, dass ich das nicht ewig aushalten konnte (und wollte), es musste also eine Lösung her. So kam es, dass wir das Stillen vom Schlafen entkoppelten und zunächst mal nachts abstillten, als er ungefähr 15 Monate alt war.

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Den eigenen Weg finden

Was dann folgte, war ein kurviger und holpriger Weg mit vielen Serpentinen. Er wurde krank, wir stillen wieder voll. Er hatte einen Schub, wir stillten wieder nachts. Wir stillten wieder ab, wir stillten wieder nachts, wir stillten wieder voll, wir stillten wieder ab und ich richtete mich komplett nach seinen Bedürfnissen. Bis wir unseren ganz eigenen, guten Weg gefunden hatten, verging viel Zeit. Aber irgendwann pendelte es sich einfach ein. Seitdem er etwa 21 Monate alt ist, stillten wir zum Einschlafen und dann nochmal morgens gegen fünf. Die Stillpausen am Nachmittag nach der Kita oder am Wochenende fadeten wir langsam aus. Hatte er allerdings „außer der Reihe“ mal das Bedürfnis danach, war das für mich meistens auch okay. Solange das Stillen für alle direkt Involvierten (habe mehrfach nachgezählt, das waren immer nur mein Sohn und ich) okay war, wollte wir es eben beibehalten. Trotzdem scheint Stillen ein Thema zu sein, bei dem nicht nur die unmittelbar Involvierten, sondern sich auch viele andere (zum Teil fremde!) Personen gern ein Mitspracherecht eingeräumt hätten. Denn immer wieder erreichte mich die ungläubig bis entsetzte Frage

„Was, du stillst noch?“

Natürlich still ich! Gerade letztens unterhielt ich mich mit einer Freundin darüber, warum das wohl so sei, dass man direkt in Rechtfertigungen fällt, sobald das Thema zur Sprache kommt. „Äh ja, wir stillen noch, das hätte ich vorher tatsächlich auch nie gedacht.“ ist eine der häufigsten Antworten, die ich darauf gegeben hab. Zack, direkt noch eine Relativierung, ein „Ich weiß ja, klingt verrückt.“ hinterher geschoben. Ich begann schon vor einer ganzen Weile, nicht mehr provokativ (hahahahaha!) in der Öffentlichkeit zu stillen, weil ich die Blicke nicht ertragen konnte und redete mir ein, „Das geht ja auch keinen was an“. Das stimmt natürlich, aber deswegen verstecken? Ich wünschte, ich hätte mehr Rückgrat gehabt.

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Alles hat ein Ende, auch das Stillen

Das natürliche (biologische) Abstillalter von Kindern liegt etwa zwischen 2,5 und 7 Jahren. Auf die Frage „Und wie lange willst du denn stillen?“ konnte und wollte ich mich nicht festlegen. Also beantwortete ich sie mit „Solange wir beide es wollen“. Wir würden schon merken, wenn es soweit wär. Und das war es dann ziemlich plötzlich.

Abstillen – Wie haben wir es gemacht

Ich habe ich meinen gut 2,5jährigen Sohn langsam darauf vorbereitet und das natürliche Abstillen gefördert. Ich habe ihm das Stillen längst nicht mehr aktiv angeboten, sondern nur noch auf seine Bitte reagiert. Ich habe in Momenten, in denen es mir nicht passte, klar „Nein“ gesagt und ihm erklärt, warum es gerade nicht geht. Wir haben über das Stillen und das Ende der Stillzeit gesprochen, Beispiele gefunden, in denen noch gestillt oder nicht mehr gestillt wurde und sind offen damit umgegangen, dass irgendwann Schluss sein wird. Das war es auch, für alle ziemlich unerwartet. Dann nahm das Stillen

Ein überraschendes Ende

Unser größerer Sohn übernachtete am vergangenen Samstag bei einer Freundin. Während ich noch ein bisschen was schreiben wollte, brachte mein Mann unseren Kleinen ins Bett. Wenn ich nicht da bin, war das nie ein Thema, war ich Zuhause, funktionierte das kaum. Vergangenen Samstag aber schon. Er schlief einfach ein und alles war gut. Am Morgen fragt er zwar danach, da es aber noch sehr früh war, murmelte ich verschlafen ein „Wenn wir das nächste Mal aufwachen.“ und wir schliefen beide nochmal ein. Der Tag begann dann, ohne dass er nochmal fragte und erst abends wurde es wieder ein Thema. Ich beantwortete seine Fragen mit „Nein, ich möchte ab jetzt nicht mehr Stillen.“ Ich sagte ihm nicht, dass er zu groß sei oder es nicht mehr brauchen würde – denn das wäre ja nur meine Aussage gewesen, nicht sein Gefühl. Meine Antwort verstand er allerdings. 
Ein Kleinkind abstillen, wie lange, warum und wie | judetta.deEr schimpfte zwar, weinte und meckerte, aber das war okay für mich, er darf das ja blöd finden – finde ich ja irgendwie auch. Wir blieben aus Sicherheits- (bzw. Lautstärke-)Gründen nicht im Kinderzimmer, sondern wechselten ins große Bett. Da beruhigte er sich schnell, wir quatschten ein bisschen und schauten uns Bücher an. Dann wollte er wieder in sein Bett, kuschelte sich dort an mich und schlief einfach ein.

Ende gut, alles gut?

Das waren jetzt drei ausgelassene Momente, in denen wir sonst noch gestillt hätten, bis heute Morgen der vierte kam. Er fragte wieder früh morgens, als er in mein Bett tapste, nahm aber schnell hin, dass ich bei meiner Meinung blieb. Als wir aufstanden, warf er sich einmal quer über meinen Schoß, feixte dabei aber schon und kicherte, als ich gespielt überrascht reagierte.
 
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Ich glaube, wir haben jetzt abgestillt. Nach dem Aufschreiben geht es mir schon deutlich besser, ich weiß, für uns war es einfach der richtige Moment. Ohne lange vorher drüber Nachzudenken, ohne große Pläne, großen Kummer, viele Tränen oder sonstiges großes Tamtam. Es hat sich still und heimlich hier ausgeschlichen, das Stillen, schneller und besser, als ursprünglich gedacht. Und auch wenn mein Herz noch ein bisschen schwer ist, ich freue mich, wie gut das Abstillen doch lief. Und bin froh, dass ich mich auf meinem Weg bis hierher nicht beirren ließ.

Liebst,

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Liebst,

It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It’s okay to be not okay.
Ok. I am not.

Das Meer ist ganz ruhig, ganz glitzernd und spiegelt, es schwimmt sich ganz easy, routiniert geht’s voran.

Von Strömungen, die sich da langsam aufbauen und heimlich ganz stark werden, merkt man vorerst nichts. Nur vielleicht, dass man plötzlich ein bisschen mehr Kraft braucht, um das Tempo zu halten, das man sonst von sich kennt.

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Dass die Strömungen inzwischen Strudel wurden, die alles gierig und stark alles in den Abgrund ziehen, die reißen und tosen, die wüten und rauschen, das bleibt verborgen, das sieht man schlicht nicht.

Man schwimmt einfach weiter, mehr Kraft noch, das geht schon, das Meer scheint doch ruhig und der Himmel noch blau. Doch der Strudel, der wildert beharrlich nach unten, mehr Kraft noch, mehr Sog folgt, dann zu viel und zu laut.

Bis man – viel zu spät dann – endlich realisiert, dass gar nichts mehr rund läuft und man nicht mehr kann.

Blöd nur, dass die Kraft da schon lang nicht mehr ausreicht, um zurück zu kommen und nicht unterzugehen.


Warum ich das schreibe, das öffentlich mache? 
Weil ich nicht okay bin.
Und das ist okay.

Und weil’s mir so schwerfällt, darüber zu sprechen, weil ich das schlichtweg einfach (noch) nicht so gut kann. Doch es musste mal raus jetzt und es scheint so viel leichter, die Worte zu schreiben, die ich nicht aussprechen kann. Sie mir einzugestehen und sie mir zu erlauben, das ist ein Anfang. Der Weg ist lang, doch das Ziel ist das Ziel. Und wenn ich da ankommen, dann will ich wieder ich sein. Und wieder ich werden? Da arbeite ich jetzt dran.

Liebst,

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Keine Ahnung, ob du es vielleicht schon bei Instagram verfolgt hattest oder ob das hier jetzt komplett neu ist: Ich habe AD(H)S, das erst kürzlich bei mir diagnostiziert wurde.. Ein bisschen was habe ich schon dazu erzählt und geschrieben, aber irgendwie ist das nicht nur ein Thema für Instagram, sondern auch für hier  und ich glaube, deswegen werde ich jetzt nach und nach auch auf meinem Blog darüber schreiben. 

Pünktlich zum Mental Health Day am 10. Oktober war es jedenfalls so weit: Wochenlang hatte ich überlegt, ob ich in der Öffentlichkeit überhaupt darüber sprechen möchte, und plötzlich war es ganz klar: Die Zeit des Versteckens muss vorbei sein, wir müssen über Dinge sprechen, wenn wir sie ändern, wenn wir sie enttabuisieren wollen. 

Seit immer schon versuche ich, meine „Schwächen“ zu verstecken, meine „Makel“ und Eigenschaften, die ich mir immer weggewünscht habe und ständig versucht, zu maskieren. Ich hab weder über den Burnout gesprochen, der mich vor etwa 10 Jahren in die Knie zwang, noch über die Therapien, die ich gemacht habe, geschweige denn von all den anderen Dämonen, mit denen ich hin und wieder kämpfe.

Und auch meine neuste „Errungenschaft“, AD(H)S – spätdiagnostiziert im Erwachsenenalter – wollte ich erst weder wahrhaben noch darüber reden. Ich weiß seit einer kleinen Weile, dass ich ADHS habe. Irrsinnig viel erklärt sich dadurch, und dennoch ist es noch schwer zu fassen. Ich stehe am Anfang, aber ich bin auf dem Weg. Und ich werde drüber sprechen. Weil endlich Schluss sein muss mit dem Maskieren – und zwar in jegliche Richtung.

Und jetzt entschuldige mich, mein Mutausbruch macht mir Angst, ich muss mir mal kurz die Decke über den Kopf ziehen. 🙈

Falls du jetzt aber Lust  bekommen hast, mehr darüber zu hören, dann here some good news. Wir haben für den Mamsterrad-Podcast mit den AD(H)S-Expertinnen Dr. Ismene Ditrich, Fachärztin für Psychologie und Psychiatrie, und Dr. Christa Koentges, Psychologin und Psychotherapeutin, über AD(H)S im Erwachsenenalter und insbesondere bei Frauen gesprochen. Die ganze Podcastfolge gibt es hier:

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Wenn dich das Thema „AD(H)S im Erwachsenenalter“ interessiert, habe ich hier noch ein paar wirklich tolle Buchtitpps für dich:

„Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S“

Frauen und Mädchen mit AD(H)S erhalten viel seltener eine Diagnose als Männer und Jungen, denn ihre Symptome fallen weniger stark auf: Betroffene Frauen und Mädchen sind weniger hyperaktiv, dafür verträumt, unaufmerksam und vergesslich. Die zu späte oder fehlende Diagnose kann weitreichende Folgen haben: Der Leidensdruck bleibt meist über Jahrzehnte bestehen, schadet ihrem Selbstwertgefühl und zieht Folgeerkrankungen nach sich.

Die vier Expertinnen der Freiburger Arbeitsgruppe AD(H)S leisten in diesem Buch wichtige Aufklärungsarbeit für Frauen mit AD(H)S sowie für Eltern betroffener Mädchen. Mit vielen Einblicken aus der Forschung, Fallgeschichten, Reflexionen und Übungen zur Selbsthilfe zeigen sie konkrete Wege auf, wie Betroffene mit ihrer Besonderheit Frieden schließen, ihre vielen Stärken entdecken und gut mit AD(H)S leben können.

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Sätze wie „Ein bisschen ADHS hat doch jeder.“, „ADHS gibt es doch gar nicht.“ oder „ADHS haben doch nur kleine Jungs.“ gehören für Lisa Vogel zum Alltag. Wie es ist, als erwachsene Frau mit ADHS zu leben, welchen Vorurteilen man ausgesetzt ist und was im Alltag hilft, davon handelt dieses Buch.

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Aktuelle Erkenntnisse und Studien zum Thema ADHS bei Erwachsenen runden das Buch ab.

BUCH…

5 Kommentare

  1. Guter Beitrag zum Thema Stillen. Interessant, dass ihr 1000 Tage gestillt habt und die ersten 14 Tage du ununterbrochen an der Milchpumpe gehangen hast. Ich erwarte gerade auch mein erstes Kind, deshalb überlege ich, welche Milchpumpe ich mir zulegen soll.

  2. Liebe Judith, wie schön du es geschrieben hast, du sprichst mir aus dem Herzen! Ich stille nun seit 19 Monaten, egal wo ich bin, Familie, Freunde oder Fremde, stets muss ich mich rechtfertigen. Mein kleiner Mann ist sehr sensibel und bekommt so seine Sicherheit. Bin gespannt, wie lange wir diese „Still-Reise „ noch machen und solange Genies Ich noch die gemeinsame Nähe. Danke für die schönen Zeilen ❤️

    • Und ich danke dir für diesen lieben Kommentar, ich freue mich wirklich sehr darüber! Alles Liebe für euch!

  3. Liebe Judith, ich bin über deinen Abstillbericht gestolpert und wollte ein paar Worte hier lassen. Ich habe meine Jüngste, jetzt 4,5 Jahre alt, bis zum 4. Geburtstag gestillt. Und sie war echt noch süchtig. Sie ist ein picky eater und seitdem ernährt sie sich von 8-10 Lebensmitteln, zu denen nicht unbedingt Obst und Gemüse gehören. Das hat mich schon mehr gestresst als das Stillen. Und die unbeteiligten Beobachter hatten mir doch prophezeit, dass das Kind „nach dem Abstillen endlich essen wird“. Tut sie nicht. Und ich bedauere immer noch, gegen den Wunsch meiner Tochter abgestillt zu haben, sie ist seitdem viel häufiger und schwerer krank mit sehr hohem Fieber bei allen möglichen Keimen.
    Jedenfalls, du siehst, ich hadere nach einem guten halben Jahr immer noch und wünsche mir, dass jede Frau selbst bestimmen darf, ob und wie lange sie stillt. Ohne ungewollte Kommentare von völlig Unbeteiligten. Die einzigen, die es – wie bei euch beiden – regeln müssen, sind Mutter und Kind. Ich hoffe, dein Beitrag macht Müttern Mut, ihrem Bauchgefühl zu vertrauen.
    Liebe Grüße, Steffi

    • Liebe Steffi, tausend dank für deinen lieben Worte und das Teilen deiner Erfahrung. Hach, wenn es doch nur leichter wäre, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen und sich nicht von den Worten anderer beeinflussen zu lassen, oder? Niemand steckt in deinen Schuhen, deiner Lage, kennt deine Familie so gut wie du selbst. Daher hoffe ich mit dir, dass viele Mütter (und Eltern) da draußen es schaffen, ein bisschen mehr auf die eigene Stimme zu hören.

      Alles Liebe für euch,
      Judith


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