Ihr macht euch ja überhaupt kein Bild, wie lange ich gegen dieses Ding angeredet, protestiert, gekämpft habe. Wie sinnlos ich diese Anschaffung fand und wie viele Argumente ich vorwärts und rückwärts, auf und ab, hüber und nüber gepredigt habe. Und wie lächerlich ich es fand, dafür auch auch nur einen Cent auszugeben. Nun ja, ich sach mal so (Obacht, Spoiler): Selten lag ich so weit daneben. Aber von Anfang an.
Automatischer Staubsauger? So ein Quatsch.
Seit beinahe dreieinhalb Jahren wohnen wir hier in unserem Haus und schon in Eimsbüttel damals in unserem Altbautraum wabberte der Gedanke an einen Saugroboter durch unsere Hirne. Nix da, erklärte ich dem Mann, das geht doch bei uns eh nicht. Recht hatte ich – einerseits war unsere Wohnung damals zu vollgestellt, andererseits waren die wenigen noch begehbaren Bodenareale meistens doch gar nicht so richtig begehbar – schließlich waren (und sind!) wir nicht unbedingt die Ordentlichsten. Ordnungsliebend, oh ja, das sind wir wohl, aber aus irgendwelchen Gründen scheint es uns einfach nicht gelingen zu wollen, die von Zeit zu Zeit doch wieder hergestellte Ordnung längerfristig aufrecht zu erhalten. Aber mal ganz abgesehen davon gab es da noch ein nicht weg zu diskutierendes Oberargument: Unsere zwei bekloppten Katertiere.

Katzen und Saugroboter
Ich liebe sie sehr, daher darf ich das sagen, aber sie haben – mit Verlaub – beide wirklich einen mindestens mittelgroßen Knall. Der Tiger, Walter, ist von Geburt an blind, was dazu führt, dass er in Schreckmomenten die Orientierung verliert und Schreckmomente, die gibt es häufig – ungefähr bei jedem mehr oder weniger neuen, unerwarteten Geräusch. Der arme, schwarze Kater heißt Klaus und ist sehend, aber nicht minder panisch. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass er zuviel (?) sieht oder Dinge, die gar nicht da sind oder ob seine Angst vor Menschen daher rührt, dass mit ihm, als er damals gefunden wurde, nicht besonders behutsam umgegangen wurde. Was es auch ist, er ist äußerst misstrauisch und ihn schreckhaft zu nennen wäre eine absolute Untertreibung. Übrigens glaubt Klaus auch nach beinah acht Jahren bei uns nicht, dass mein Mann ihm wirklich nichts tun möchte. Aber das ist eine andere Geschichte, zurück zum Robovac. Ich bestand also drauf, dass ein Staubsauger Roboter Quatsch ist, solange wir eben diese Katzen haben (die ohnehin schon vor einem normalen Staubsauger Todesangst haben) und damit war die Sache für mich erledigt.
Neues Zuhause, eine neue Chance?
Ein paar Jahre und ein Kind später stand dann endlich der Umzug in unser kleines, feines Eigenheimchen an und erneut eine Frage im Raum: die nach einem Staubsaugautomaten. Schließlich wäre unser Bungalow ja ebenerdig und wir hätten genug Platz und den richtigen Bodenbelag, um das mal zu probieren. Sand, Staub und Krümel hätten wir schließlich genug und Zeit zu verschenken jetzt nicht unbedingt. Aber auch diese Gedanken – selbst den, das Exemplar meiner Schwiegereltern einmal auszuleihen und dem Ganzen mal eine kleine Chance zu geben – schmetterte ich vehement ab. Wozu auch? Wir haben ja Katzen.

Kommt Zeit, kommt Déjà-vu
So wurden die Monate zu Jahren, Dinge änderten sich, das Kind bekam einen Bruder, unsere Zeit wurde noch knapper, die Wäscheberge dafür höher und die Unordnung wuchs ins Unermessliche. Nur die Katertiere, die waren noch immer so bekloppt wie vor Jahren. An unseren Füßen klebte ähnlich viel Sand wie nach einem Ausflug in die Sahara und statt Tumble Weeds rollten Wollmäuse durch unser verwahrlostes Wohnzimmer. Den immer wieder aufkommenden Gedanken meines Mannes an einen Staubsaugautomaten erstickte ich konstant im Keim.
Bleibt alles anders?
Bis ich vor etwa zwei Wochen bei einer Freundin zum Mittagessen eingeladen war. Während ich da saß und mich darüber freute, bekocht zu werden, bewegte sich etwas in meinem Augenwinkel. Ich bekam zunächst einen Schreck, linste doch dann aber voller Neugier hinüber und traute schließlich meinen Augen kaum: da saugte doch tatsächlich ein beinah flüsterleises Roböterchen durch die Gegend! Wissbegierig fragte ich meine Freundin aus und ließ mir genau schildern, was das Ding konnte und was nicht, wie oft sie ihn saugen ließ, was er dabei schaffte und wie gründlich er war. Nach einem ausführlichen Kreuzverhör stand für mich fest: ich würde mit diesem Gedanken wenigstens heimlich mal schwanger gehen. Nicht zuletzt, weil mir dieses kleine, runde und äußerst vielversprechende Gerät scheinbar wertvolle Zeit schenken würde, die ich für das Staubsaugen ja eigentlich eh fast nie übrig hatte.
Zwei Krümel, ein Kuchen
Ich weiß nicht, ob ich verdutzt war oder ob mich im Grunde gar nichts mehr wundert, aber noch am gleichen Abend (Ohne Quatsch!) sagte mein Mann zu mir, dass er mir was gestehen müsste. Was dann passierte, glaubt uns kein Mensch: Er wollte mir beichten, dass er an diesem Tage entgegen all meiner beharrlichen Abwehrversuche der letzten Jahre über meinen Willen hinweg einen Saugroboter bestellt hätte und dieser am nächsten Tag geliefert werden würde, ob es mir nun passte oder nicht. Zack, da war sie unten, meine Kinnlade. Und seine dann auch.
Nach einer Woche: Ein erstes Fazit
Wir haben den kleinen Staubsauger Freund inzwischen gut anderthalb Wochen im Gebrauch und Hand auf’s Herz: Wie unglaublich dumm, dass ich mich da nicht früher drauf eingelassen habe. Dieser flache, lustige Flitzer saugt tatsächlich ganz ordentlich und schafft nicht nur unser großes Wohnzimmer, sondern auch Küche, Bad, Flur und es sogar unter Schränke, die – munkelt man – seit unserem Einzug noch keinen Staubsauger unter sich hatten.
Saugroboter? Kann was, aber echt
Er ist tatsächlich angenehm leise, so dass sich unsere Katzen nicht sonderlich für ihn interessieren – auch, wenn sie sicherlich niemals Freunde werden. Er hat ein Raumprogramm, ein Programm für die Ecken und ein Automatikprogramm, in dem er eben gerade macht, was ihm sinnvoll erscheint. Er hat 11 Sensoren, die ihn daran hindern, gegen Gegenstände zu stoßen oder Treppen herunter zu fallen – wenn man denn welche hat. Man kann ihn sogar wie ein ferngesteuertes Auto mit einer Fernbedienung lenken – hah, das bringt mich direkt auf Ideen! Vielleicht könnte ich so meinem Fünfjährigen… Spielend leichte Reinigung, sag ich da nur. Der Saugroboter saugt, bis seine Sensoren ihm sagen, dass der Raum gereinigt ist und fährt dann eigenständig zu seiner Ladestation zurück. Ach ja, und man kann ihn auch programmieren, so dass das Haus beispielsweise gesaugt ist, wenn man nach Hause kommt. Aktuell laufen wir ihm lieber noch jedes Mal Oh!-end und Ah!-end hinterher und staunen, wundern und freuen uns, aber ich kann mir vorstellen, dass sich diese Programmier-Fähigkeit in der Zukunft bezahlt machen wird.
Alles super, gerne wieder.
Was soll ich sagen? Ich hab zum ersten Mal in meinem Leben Spaß am Staubsaugen und bin bisher restlos begeistert. Wir leben seit seinem Einzug tatsächlich auf unkrümeligen Füßen (Ich hasse, hasse, hasse Krümel! Und noch mehr hasste ich Staubsaugen. Allein dieses unhandliche Gerät aus der Kammer zerren.. Wah!) Bisher macht unser Saugrober seine Sache jedenfalls wirklich gut. Okay, man muss den Raum vor dem Saugen ein bisschen vorbereiten und das Wichtigste: der Boden muss weitestgehend frei sein. Und obwohl allein das für uns schon einige Anstrengung bedeutet: Die Sache mit der Ordnung, die ist doch eigentlich auch ganz gut. Und für die Zeit, die dadurch frei wird, fällt uns sicherlich auch etwas Besseres ein.

Welcher Saugroboter der richtige für uns ist
Wir haben übrigens den Eufy Robovac 11* (Amazon Partner Link) gekauft, ein sehr gutes Einsteigermodell im mittleren Preissegment. Er ist mittels einer Fernbedienung zu steuern und kann mit einer Akkuladung etwa 1,5h saugen. Dann fährt er selbstständig zu seiner Station zurück. Er ist wirklich verhältnismäßig leise, schafft kleinere Unebenheiten (wie z.B. eine Teppichkante oder Türschwelle), ist mit 7cm relativ flach, kommt mit Tier- bzw. Katzenhaaren wirklich gut klar und hat sogar ein Fleckenprogramm. We’re so in love!
Habt ihr auch kleine Helferlein im Haushalt? Auf was wollt ihr nie mehr verzichten?
Liebst,
icke
Ps: Kennt ihr eigentlich schon unsere
exklusive Facebookgruppe „Gemeinsam aus dem Mamsterrad“?
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56 Kommentare
Wir nehmen gerade auch Abschied, die sehr geliebte und für uns alle wichtige Uri ist gestorben… wir mussten schon drei Nahe und wichtige Familienmitglieder gehen lassen seit wir Kinder haben. Es war für uns irgendwie nie eine Frage ob die Mädchen mit zur Beerdigung kommen sollten. Ich glaube nämlich, dass Kinder es verkraften können, Tote zu sehen (man bedenke, wie oft Mäuse, Vögel und Bienen mit Freunde beerdigt werden…) und es andererseits ganz wichtig ist, dass auch sie die Möglichkeit haben, sich zu verabschieden (auch um den Tod des
Jeweiligen Menschen zu begreifen) wir reden vorher drüber, erzählen auch dass uns der Tod sehr traurig macht und wir bestimmt weinen müssen (meine Erfahrung ist, dass das das einzige ist was wirklich verunsichert- all die weinenden erwachsenen) und dann? Klappte jedesmal alles super. Auch die Leiche zu sehen war nie ein Problem. Sondern für unsere Mädels eher gut und Wichtig zu sehen, dass die Uri schon nicht mehr in ihrem Körper wohnt (darum sieht die so bisschen anders aus und auch bisschen gelber) sondern schon im Himmel ist und uns von dort immer sehen und hören kann.
(Und dann feian die Würmer bestimmt eine Party in der Erde weil die den ganzen Winter nicht Hunger haben müssen! Das ist doch perfekt, Mama!)
Ich glaube Heimlichkeiten und undurchsichtiges Sorgen eher für Angst und Unruhe als Klar- und Offenheit.
Viel Kraft wünsche ich euch für die Zeit!
Danke schön und danke auch, dass du eure Erfahrung hier teilst. Ich sehe das wie du und bin auch überrascht gewesen, wie selbstverständlich die Kinder mit dem Tod umgingen und umgehen. Für euch auch alles Liebe!
Dieser Beitrag zeigt gut, ob man Kinder mit zu Bestattungen nehmen sollte. Es stimmt, dass man dies tun sollte, damit man die Kinder schon mal an das Thema Tod heranführen sollte, da dieses ein essenzielles Stück des Lebens ist. Ich wurde auch als Kinder zur Beerdigung mitgenommen und ich habe damals schon verstanden, dass dies eine gute Gelegenheit ist, von ihm Abschied zu nehmen.
Meiner Mutter geht es gesundheitlich im Moment sehr schlecht, wir befürchten, dass es nicht durch den Winter schafft. Auch wir haben uns Gedanken gemacht, ob es eine gute Idee sein wird, die Kinder mit zur Bestattung zu nehmen. Es ist aber ein guter Ansatz, die Beerdigung einfach als Abschiedsfest zu benennen und gerade auch das ghanaische Verständnis von Beerdigungen gefällt mir sehr. Wir hoffen, ein für uns passendes Bestattungsunternehmen zu finden, das unseren Wünschen und Vorstellungen gerecht wird. Vielen Dank für diesen sehr intimen und persönlichen Beitrag.
Ich stimme zu, dass eigentlich die ganze Familie, die vor Ort ist, in ihrer Vollständigkeit zur Trauerfeier gehen würde. Mein Onkel möchte seinen Sohn zur Trauerfeier seines Opas mitbringen. Er denkt auch, dass zu Trauerfeiern die ganze Familie gehen soll.
Danke für den Beitrag zum Thema Bestattung. Meine Tante ist vor wenigen Tagen gestorben, die Beisetzung ist auch bald und wir überlegen, ob wir die Kinder zur Beerdigung mitnehmen sollen. Gut zu wissen, dass, wenn man das richtige Umfeld für Kinder gestaltet, sich Möglichkeiten bieten können, sie auf eine besondere Art an das Thema Tod heranzuführen. Ich denke, wir lassen sie einfach selbst entscheiden, denn Zwang und Drang bringen hier nichts.
Letztes Jahr ist auch die Tante meiner Kinder verstorben und wir haben dieselbe Sorge gehabt, ob es das Richtige sei bzw. ob es überhaupt möglich sei, die Kinder mitzunehmen. Letztendlich haben wir es doch getan und den Kindern liebevoll beigebracht, worum es geht. Ich persönlich denke, dass es vollkommen okay ist, Kinder auch zu Beerdigungen mitzunehmen und im schlimmsten Fall einfach abseits von der Trauerfeier zu beschäftigen. Vielen Dank für den persönlichen Artikel.
Dieser Beitrag zeigt gut, ob Kinder mit auf eine Beerdigung sollten oder nicht. Es stimmt, dass man sie wahrscheinlich mitnehmen sollte, da man sie so behutsam an das Thema Tod heranführen kann. Ich denke aber die allgemeine Todesursache und die Umstände sollten dabei auch bedacht werden.
Ich finde es bei einer Beerdigung auch wichtig, dass alle Anwesenden sich in Ruhe von Hannelore verabschieden und trauern könnten und dabei nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten würden. Mein Onkel war neulich bei der Beerdigung seines Vaters. Er hat sich auch gefreut, dass da keine Kinder anwesend waren, die durch Kindergetobe die Trauergäste gestört hätten.
Ich finde es interessant, wie unterschiedlich Bestattungen stattfinden. Besonders das Beispiel, dass in Ghana nicht nur der Tod des Verstorbenen beweint, sondern vor allem sein Leben gefeiert wird und Kinder deswegen mitkommen sollten. Ich denke aber, ob Kinder auf eine Bestattung mitkommen sollten, muss jeder für sich entscheiden.
Bei einer Beerdigung ist es mir auch wichtig, dass ich nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten werde. Ich sehe deshalb Kinder ungerne bei Beerdigungen. Meine eigenen Kinder würde ich eines Tages auch nicht zu Beerdigungen mitbringen, bevor sie aufgewachsen sind.
Auch meine Geschwister und ich hatten als Kind den Wunsch, uns von unserem Großvater bei seiner Bestattung zu verabschieden. In jedem Fall kann ich auch die Ansicht von manchen Eltern nachvollziehen, die nicht möchten, dass ihre Kinder eine Bestattung miterleben. Doch ich persönlich bin sehr froh, dass uns unsere Eltern damals die Möglichkeit gaben, angemessen Abschied zu nehmen.
Vielen Dank für deinen Beitrag! Das ist auch ein Thema, was mich als Mutter sehr beschäftigt. Als die Oma meiner Tochter starb, war sie immerhin noch sehr jung und da verschlief sie den größten Teil des Trauerprozesses. Allerdings geht es ihrem Opa inzwischen auch nicht mehr allzu gut. Ich habe mich oft gefragt, wie ich das bei ihr mit Beerdigungen handhaben soll, aber es ist schön zu lesen, dass Kinder da noch nicht den Bezug zu haben.
Danke für diesen Artikel zu Kindern bei Bestattungen. Es stimmt, dass es gut sein kann, wenn man sie mitnimmt, da sie so an das Thema Tod herangeführt werden. Ich plane auch gerade die Beerdigung meiner Tante und werde sicherlich meinen Sohn auch mitnehmen.
Ich gehe am Wochenende auch auf eine Bestattung und habe mich gefragt, ob ich meine Kinder mitnehmen soll. Umso besser ist es für mich zu lesen, dass die Kinder in diesem Fall in ihren Wünschen sehr klar waren und sie sich auf jeden Fall noch mal verabschieden wollten. Ich werde einfach noch mal mit meinen Kindern reden.
Bei uns steht in der Familie eine Beerdigung an. Nun überlege ich, ob man da Kinder mitnehmen könnte. Gut zu wissen, dass das möglich ist, wenn Spielmöglichkeiten vorliegen.
Das ist eine sehr gute Frage, ob Kinder mit auf die Bestattung dürfen. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht so der geeignetste Platz für Kinder ist. Aber es ist meiner Meinung nach gut, Kinder schon damit vertraut zu machen, damit sie früh lernen können.
Ich glaube, das lässt sich tatsächlich nicht pauschalisieren, aber Eltern kennen ihre Kinder ja gut uns wissen, ob und was sie ihnen zutrauen können. Für uns war es genau der richtige Weg. 🙂
Ich kann auf Erfahrung bestätigen, dass Kinder eher unbedarft an den Tod herangehen. Der Vater meines Stiefbruders ist leider verstorben und ich erkundige mich deswegen aktuell näher zum Thema Tod. Für eine schöne Beerdigung wenden wir uns heute an einen erfahrenen Bestatter.
Es klingt so, als ob es tatsächlich sogar wichtig wäre, dass Kinder mit auf eine Beerdigung gehen. Vielleicht kann man die Kinder sogar mit in den Prozess des Organisierens mit dem Bestattungsunternehmen mit rein nehmen. So zeigt man, dass sie wichtig sind und ihre Meinung zählt.
Vielen Dank für den Bericht! Leider gab es einen Todesfall bei mir in der Familie und meine Tochter ist in einem sehr trotzigen Alter. Daher mache ich mir viele Gedanken, ob ich sie mitnehmen soll. Es ist gut zu wissen, dass ihr die Mitnahme nicht bereut habt – das macht mir Hoffnung, dass es bei uns auch klappen könnte.
Vielen Dank, dass ihr eure Erfahrung zu einer Beerdigung mit Kindern so offen und detailliert erzählt habt. Ich kann die Sorgen, die man als Eltern hat, auf jeden Fall nachvollziehen. Ich kann mich aber immer noch daran erinnern, als meine Oma starb und meine Mutter mich nicht zur Beerdigung brachte, weil ich noch ein Kind war. Irgendwie hat das bei mir ein negatives Zeichen hinterlassen. Ich glaube, dass Offenheit mit Kindern immer die bessere Wahl ist.
Es ist natürlich nicht leicht zu entscheiden, ob Kinder mit auf die Beerdigung dürfen. Mich überrascht aber nicht, dass die Kinder die Verstorbene nochmal sehen und sich verabschieden wollten. Ich habe meinen Vater schon früh verloren und wir sind damals vor der Beerdigung in das Bestattungsinstitut, dass wir uns in Ruhe verabschieden konnten.
Das ist eine ziemlich wichtige Frage für uns. In meiner Familie gab es ebenfalls einen Todesfall und wir sind am überlegen, ob es das beste ist, wenn die Kinder bei der Trauerfeier dabei sein sollten, die wir noch planen müssen. Dafür suchen wir uns definitiv noch ein passendes Bestattungsinstitut.
Ich glaube auch, dass die Eltern am besten entscheiden können, ob Kinder bei einer Beerdigung dabei sein dürfen. Wenn sie noch sehr klein sind, hat es vielleicht keinen Wert für das Kind. Zumindest können sie zu wertvollen Erinnerungen werden.
Ich verstehe, dass ihr nicht sicher wart, eure Jungs nicht auf die Bestattung mitzunehmen. Als mein Opa damals bestattet wurde, war ich nicht dabei. Meine Eltern wollten das nicht. Das finde ich allerdings sehr schade im Nachhinein.
Wir nehmen unsere Kinder immer mit auf Beerdigungen. Ich glaube, dass Kinder mehr verarbeiten können, als wir ihnen zutrauen. Wenn man sich unsicher ist, kann man ja mit einem Bestatter darüber sprechen.
Ich empfinde die ghanaische Auffassung einer Bestattung als sehr schön. Wenn es die Möglichkeit gibt einen Tod anders als nur mit Trauer zu betrachten, sollte man dies tun. Wenn ich einmal sterbe, wünsche ich mir das die Menschen mein Leben mit Freude feiern können.
Das ist eine legitime Frage. Meistens haben Kinder ja noch nicht so ein Verständnis dafür. Am besten fragt man nochmal den Bestatter vor Ort.
Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einem professionellen Bestatter. Dabei ist es gut zu wissen, ob es empfehlenswert ist oder nicht, Kinder mit auf eine Beerdigung zu nehmen. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.
Ich finde den Ansatz der Ghanaer schön, das Leben des Verstorbenen zu feiern. Ich frage mich, ob Bestatter hierzulande auch die Möglichkeiten einer solchen bunten und lauten Feier bieten würden. Bei uns kennt man diese Art der Zelebrierung ja eher weniger.
Danke für den Artikel! Bei mir stehen bald zwei Bestattungen an. Daher ist es interessant zu lesen, wie du das Thema mit deinen Kindern gehandhabt hast. Da meine allerdings im Gegensatz zu deinen nicht erst mitkommen wollen, hat sich das Thema für mich wohl erledigt.
Es ist gut zu wissen, dass Kinder auch gut mit dem Tod umgehen können. Bei uns in der Familie hat sich ein Trauerfall ereignet, sie hatte sich eine Naturbestattung gewünscht, zu welcher wir die Kinder auch mitnehmen werden. So lernen sie auch einen guten Umgang mit dem Ableben.
Mich hat es schon immer beschäftigt, wie schwermütig solche Momente in unserer Kultur gestaltet sind. Es gibt aber auch Baumbestattungen, mit denen man den Tod eines Nächsten mit dem Anfang neuen Lebens verbinden kann. Ich finde es immer wieder schön, zu sehen, dass die Bestattung bzw. die Abschiedsfeier, wie ihr so schön schreibt, in anderen Kulturen – wie bei eurer ghanaischen Bekannten – eher dazu dient, das vergangene Leben zu feiern, als das Ableben zu beweinen.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Beerdigungen. Ich finde die Idee schön, Kinder mit auf die Beerdigung zu nehmen. Ich würde meinen Kindern, nach dem Tod ihres Großvaters, es niemals ihm die letzte Ehre zu erweisen. Ein erfahrener Bestatter hat mir das selbe geraten.
Unsere Großtante ist auch sehr unerwartet von uns gegangen. Das ist sehr traurig und ich finde es wichtig, dass jedes Familienmitglied Abschied nehmen kann. Sie hat sich eine Feuerbestattung gewünscht und diesen Wunsch haben wir ihr natürlich erfüllt. Die Urne ist nun an einem geeigneten Platz.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Kinder auf einer Beerdigung. Ein Freund unserer Familie ist erst kürzlich in einem Autounfall um sein Leben gekommen. Ich würde gerne meine Söhne mit auf die Beerdigung nehmen, da sie ihn auch kannten. Gut zu wissen, dass die Kinder damit auch besser mit seinem Tod umgehen können. Unser Bestattungsunternehmen hatte auch bereits das Mitbringen der Kinder empfohlen.
Das ist ein wunderschöner Beitrag zum Thema. Ich fände es auch wichtig, dass meine Kinder erfahren was eine Trauerfeier ist. Kinder können oft mehr verstehen und verarbeiten als wir denken.
Interessant, dass ihr den Kindern ermöglicht habt die Verstorbene noch einmal zu sehen. Ich hoffe, dass sie das gut verkraftet haben. Ich weiß nicht, wie ich das handhaben würde. Ein Freund von mir ist Bestatter, ich werde ihn mal fragen, was er davon hält.
Ich habe zwei Töchter. Da habe ich auch jeden zuerst gefragt, ob man sie nach der Beerdigung wieder abholen kann. Letztendlich haben wir sie aber mit auf die Beerdigung genommen.
Interessant, dass in Ghana bei einer Bestattung vor allem das Leben gefeiert wird.
Ich suche aktuell auch noch eine Firma für eine Bestattung.
Wir müssen leider eine Bestattung organisieren. Wir haben auch noch fünf Enkelkinder in der Familie. Gut zu wissen, dass auch diese mit auf eine Beerdigung gehen dürfen.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Bestattung. Gut zu wissen, dass man Kinder mit auf eine Beerdigung nehmen darf. Mein Vater hat sich eine günstige Baumbestattung gewünscht und wir werden ihm den Wunsch erfüllen.
Unsere Uroma ist vor kurzem gestorben, weshalb wir ein professionelles Bestattungsunternehmen beauftragt haben, um die Bestattung zu planen. Jetzt ist die Frage, ob wir noch die Kinder mitnehmen. Sie hatten nicht unbedingt einen Bezug mit ihr. Was meinen Sie?
Liebe Lena, ich fürchte, das kann man so pauschal nicht sagen. Wir haben unsere Jungs schon mitgenommen, wie beschrieben, waren danach aber auch schon ohne sie bei Trauerfeiern. Ich denke, du kennst deine Kids am besten und wirst wissen, ob sie dabei sein sollten oder eher nicht.
Alles Liebe für dich und deine Familie!
Judith
Wir müssen auch eine Bestattung planen. Wir haben auch zwei kleine Kinder in der Familie. Schön zu wissen, dass man sei auf die Beerdigung mitnehmen kann, wenn man es ihnen auch erklärt.
Wir müssen leider eine Trauerfeier organisieren. Wir wissen auch nicht, ob wir unsere Kinder mitnehmen sollten oder nicht. Der Beitrag hat geholfen mit unseren Sorgen umzugehen. Danke dafür.
Meine Oma ist verstorben und ich überlege auch schon, wie wir das mit unseren Kindern machen. Es ist sehr interessant zu lesen, dass in anderen Ländern Kinder sogar ein wichtiger Teil sind. So ist nämlich auch mein Bauchgefühl. Ich begleite meine Mutter zur Beratung für Bestattungen und werde das auch vor Ort mal ansprechen. Vielen Dank für die Darstellung, das hat mir sehr geholfen.
Wir sind leider auch bald auf einer Beerdigung und sind noch unentschlossen, ob wir unsere Kinder mitnehmen sollten oder nicht. Der Artikel hat auf jeden Fall geholfen. Danke für diesen Einblick. Ich glaube, dass die Familie sowieso noch auf der Suche nach einem geeigneten Bestatter ist, daher haben wir noch ein wenig Zeit.
Ich finde, wenn man die Kinder beim Erstellen des Testaments im Kopf hatte, sollten sie ebenso bei der Beerdigung dabei sein! Es mag sein, dass sie es zu dem Zeitpunkt nicht verstehen, jedoch werden sie im Verlauf ihres Lebens daran zurückdenken und sich bedanken! Am Nachmittag das Spielen der Kinder zu hören, hilft meiner Meinung nach, die Trauer zu verarbeiten.
Mir gefällt dieser Erfahrungsbericht gut, und ich stimme zu, dass es eine gute Idee ist, Kinder auf eine Beerdigung mitzunehmen. Als Kind wurde ich auch auf die Beerdigung meines Großvaters mitgenommen, was mir die Möglichkeit gab, von ihm wirklich Abschied zu nehmen. Dabei hatten wir auch ein besonders gutes Bestattungsunternehmen beauftragt, das die Bestattung familienfreundlich gestaltet hat. Für die bevorstehende Beerdigung meiner Tante möchte ich auch ein ähnliches Bestattungsunternehmen finden.
Wir haben auch eine Weile überlegt, ob wir unsere Kinder mitnehmen. Allerdings hat unser Bestattungsunternehmen schon eine Menge Erfahrung mit Kindern. Es lief alles auch echt gut und es wurde auch niemand durch Kindergetobe gestört.
Wir gehen nächste Woche auf eine Waldbestattung. Wir haben uns auch gefragt, ob die Kinder hier mitkommen dürfen. Ich denke, dass der Beitrag gute Argument dafür lieft und wir die Kinder mitnehmen.
Klar könne Kinder manchmal etwas chaotisch sein, aber sie haben auch den Abschied verdient. Und wenn das Beerdigungsinstitut hier eine gute Planung hat, dann kann auch nichts schiefgehen. Wir haben da auf jeden Fall gute Erfahrungen gemacht.
Bei uns war es so, dass nur Kinder, die viel Kontakt zur verstorbenen hatten mitgekommen sind. So konnte die Beerdigung auch ohne Störungen ablaufen. Sie gänzlich auszuschließen, wäre in meinen Augen falsch gewesen.
Die Idee, dass Trauernde eine Urne selbst bemalen, hat mich tief berührt. Ich habe dies bei einer Familie ausprobiert, die ihre Großmutter verloren hatte. Es war erstaunlich zu sehen, wie die schlichte Holzurne durch die gemeinsame kreative Gestaltung zu einem einzigartigen Symbol des Gedenkens wurde. Jeder Strich und jedes Bild auf der Urne erzählte eine Geschichte und brachte die Familie zusammen. Diese Methode ermöglichte es den Hinterbliebenen, ihre Gefühle auf eine sehr persönliche und bedeutungsvolle Weise auszudrücken. Ich bin überzeugt, dass dies den Trauerprozess auf eine positive Art und Weise unterstützt und werde es weiterhin in meiner Arbeit anbieten.