„Oh nee, bitte einfach glatt!“ – Das war meine Antwort, wenn ich früher beim Friseur gefragt wurde, ob man „meine natürlichen Locken schön herausarbeiten“ solle. Locken? Ich? Puh, also da hörte es wirklich auf. Schlimm genug, dass ich bei hoher Luftfeuchtigkeit immer direkt aussah wie ein explodierter Pudel. Das musste ich jetzt nicht unbedingt noch betonen.

Meine Haare und ich – eine Geschichte voller Missverständnisse
Also föhnte ich. Und föhnte und föhnte und föhnte. Ich wollte soooo gerne glatte Haare haben, aber gegen die Naturkrause kam ich einfach nicht an. Naturkrause, das klingt ja immerhin schon nach was, aber ganz ehrlich – ihren Namen hatte sie nicht verdient. Alles, was sie konnte, war mir täglich einen Strich durch die Frisur-Rechnung zu machen. Egal, ob ich einen Pony trug oder nicht, mein Haar war einfach nicht zu bändigen und ich glaube die Studi VZ Gruppe „Meine Haare feiern nachts ohne mich eine Party“ wurde für Haar wie meins gegründet. (Studi VZ, kennt das überhaupt noch jemand?)

Plötzlich Locken dank der Curly Girl Methode
Ich weiß gar nicht mehr, wie, wo und warum ich von dieser Methode erfuhr, aber irgendwie kribbelte da plötzlich was in mir. Denn das Vorher-Bild der Frau, das ich da vor mir sah, erinnerte mich stark an mich. Und das Nachher-Bild? Unglaublich, das konnte einfach nicht sein! Ich war so gebannt wie früher von der unendlichen Geschichte und konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Und als ich dann noch den Youtube Kanal von Swavy Curly Courtney entdeckte, war ich sicher: die Curly Girl Methode MUSS ich einfach probieren.

Curly Girl Methode – Was ist das denn?
Die Curly Girl Methode (und ja, ich ich muss bei dem Namen auch immer wieder ein bisschen kichern), hat ihren Ursprung in dem Buch „Schöne Locken: Das Handbuch“ von Lorraine Massey (gibt es gerade vom mvgverlag in München für 17,99€ bei Amazon, auf Englisch ist es mit 12,17€ deutlich günstiger. Darin ist beschrieben, wie man seine lockigen Haare pflegen sollte, damit sie schön aussehen und wie man gegen das „Phänomen Wischmopp“ vorgehen kann.
Ich muss sagen, dass ich einige Prinzipien der Curly Girl Methode anwende und sie gut für mich passen, bei anderen drücke ich aber ein Auge zu oder habe inzwischen einen eigenen Weg gefunden, mit dem ich gut zurecht komme. Für den Anfang ist das aber ein super Weg, sich mit der eigenen Lockenpflege auseinander zu setzen – vor allem, wenn man eigentlich dachte, man hat gar keine.


Schöne Locken? Am besten gestern!
Blöderweise muss es bei mir dann immer ganz schnell gehen, mein zweiter Vorname ist Ungeduld. Ich rannte also los und durchforstete sämtliche Drogeriemärkte, leider ohne wirklich fündig zu werden. (Inzwischen hat sich da was getan, aber so richtig happy bin ich noch nicht – dazu später mehr). Ich holte mir Rat bei einer Freundin und bestellte dann verschiedene Produkte, die ich nach und nach ausprobierte. Zu meinen Favoriten erzähle ich später mehr.
Curly Girl Methode – Die Haarpflege

Haare waschen nach der Curly Girl Methode
Ich wasche mir meine Locken nicht mehr unter der Dusche, sondern kopfüber über der Badewanne (wobei das sicherlich auch in der Dusche geht). Zum einen lassen sich die Produkte so besser einarbeiten und ich sehe einigermaßen, was ich tue. Zum anderen läuft mir das allerhöchstens lauwarme, eher kalte Wasser (ja, wirklich!) dann nicht über den Körper, sondern lässt sich total gut ertragen (auch ja, wirklich! Und ich bin normalerweise echt eher „Temperaturtyp Blanchieren“). Das lauwarme Wasser (so kalt du es eben ertragen kannst) sorgt dafür, dass die Haarschuppen sich glätten und hält die „Lockenbündel“, also die Strähnen, beisammen.
Bei den Produkten muss man sich tatsächlich ein bisschen durch probieren. Zunächst mal bestimmt man anhand eines sauberen, aber trockenen Haares seinen Haartyp. Dabei wird unterschieden in „High Porosity“, das ist eine hohe Porosität (=Durchlässigkeit) des Haares, eine mittlere Porosität oder eben die „Low Porosity“, eine geringe Durchlässigkeit des Haares. Das besagt im Grunde nur, wie die Oberflächenstruktur deines Haares beschaffen ist und Wasser und Pflegeprodukte vom Haar aufgenommen werden. Danach kannst du dann entscheiden, ob du eher ein feuchtigkeitsspendendes oder ein sehr pflegendes Produkt brauchst. Das ganze Ding mit der Porosität ist bei Lockenkopp super erklärt, da erfährst du auch, wie du den Porosity Test machen kannst. Nun aber zu den Produkten die ich für die Lockenpflege benutze.

Shampoo
Reinigendes Tiefenshampoo
Mildes Co-Wash / No Poo
(Klingt komisch, ich weiß. Aber ey, ich hab mir das auch nicht ausgedacht!) Im Wechsel mit dem Tiefenreinigungsshampoo benutze ich ein Co-Wash (aka No Poo) Produkt. Das ist im Prinzip Conditioner (also eine Spülung), reinigt und pflegt die Haare zugleich.
Conditioner

Curl Activator / Curl Enhancer
Dieser Lockenverstärker versorgt das Haar mit Feuchtigkeit und hilft dabei, dass sich die Locken richtig schön kringeln. Gleichzeitig mindert er Frizz, also dass die Haare einzeln in alle Richtungen stehen. Ich streiche den Curl Activator wieder mit der „praying hands“ Methode in meine Haare ein und „squishe“, also knete ihn dann sorgfältig ein. Der Lockenverstärker verbleibt dann im Haar.
Hier benutze ich je nach Laune die Moisturizing Curl Activation Cream von Cantu* oder den Be Curly Curl Enhancer von Aveda.*
Starker Halt für Locken: Gel
Das soll ja jetzt natürlich idealerweise auch alles ein bisschen in Form bleiben, ne? Dafür muss dann noch etwas rein, dass den Locken Halt gibt: ein Gel. Entweder kocht man sich selber und ratzfatz ein Leinsamengel (geht ganz schnell und ist hier super erklärt) oder benutzt ein fertiges Haargel für Locken, das geht auch.
Das Gel wird genauso im Haar verteilt wie schon die Spülung und der Lockenverstärker (Squishe, dass es richtig schmatzt!). Ich benutze dafür tatsächlich selbstgemachtes Leinsamengel oder den Extreme Hold Styling Stay Glue von Cantu*, wenn ich mal keine Lust oder Zeit habe, vor dem Waschen noch Leinsamengel zu kochen. Das Gel wird nicht ausgespült.
Gerade entdeckt: Die Cantu Produkte gibt es auch im Bundle.*
Nach dem Waschen: Locken ploppen lassen
Sobald ich mit allen Steps durch bin, wickle ich die immer noch nassen, nicht ausgedrückten und richtig glitschigen Haare kopfüber in ein Mikrofaserhandtuch. Dort bleiben sie dann sie da 15-20 Minuten drin und dürfen sich zu Locken „ploppen“. So können auch die Pflegeprodukte noch einmal richtig einziehen.
Ich habe mir dafür bei Amazon ein Dreierpack Mikrofaser Handtuch-Turbane* gekauft, die man einfach zuknöpfen kann – super praktisch (auch für die Kinder, übrigens). Ein altes Baumwollshirt tut es aber auch – nur von Frottee sollte man die Finger lassen, das raut die Haarstruktur wieder auf.
Achtung: Haare ab jetzt nicht mehr anfassen und schon gar nicht mehr durch wuscheln, bis sie ganz trocken sind!

Locken trocknen
Die Curly Girl Methode sieht eigentlich vor, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Das dauert mir ehrlich gesagt zu lange, also föhne ich sie meistens. Dazu benutze ich meinen Föhn mit Diffusor Aufsatz (ich habe diesen hier*) im Wechsel auf der kalten und mittleren Stufe (niemals heiß).
Bevor es aber ans Föhnen geht, „squishe“ ich die Haare nochmal mit dem Handtuch, also knete sie noch einmal in Richtung Kopfhaut. Das hilft, die Locken noch einmal zu aktivieren und nimmt die überflüssigen Pflegeprodukte ab.
Ich föhne kopfüber, nehme ein paar Strähnen in den Diffuser, führe den Diffuser an die Kopfhaut und schalte ihn dann erst ein. Ich starte mit der mittleren Stufe. Und jetzt heißt es warten, warten, warten. Nach etwa einer halben Minute stelle ich die Temperatur auf kalt und warte nochmal so lange. Dann schalte ich ihn aus und nehme ihn vorsichtig weg. Danach kommen die nächsten paar Strähnen an die Reihe und so geht es immer weiter. Das vorsichtige An- und Ausschalten verhindert, dass sich die Haarbündel beim Föhnen trennen und Frizz entsteht. Ich gebe zu, das klingt etwas umständlich, but it does the trick. Ich föhne insgesamt etwa 10-15 Minuten, dann sind meine Haare zu 90% trocken. Der Rest trocknet an der Luft.

Locken kämmen
Das hatte ich ja oben schon erwähnt – Locken werden nicht gekämmt, vor allem nie, nie, nie im trockenen Zustand. Das führt nämlich dazu, dass die Lockenbündel sich auflösen und man aussieht, als hätte man ein bisschen Spaß mit einer Gabel und einer Steckdose gehabt.
Für das bessere Einarbeiten der Pflegeprodukte schwören manche auf die Denman Brush*, die habe ich selbst aber noch nicht probiert.
Zum Auflockern der Haare im trockenen Zustand kann man einen Afro Pick* nehmen. Hab ich zwar, aber ehrlich gesagt geht das auch einfach mit den Fingern.

Gelcast und „Scrunch out the Crunch“
Und jetzt bitte mal ordentlich erschrecken – die Haare sind ja ganz hart und die Locken sehen fürchterlich aus! Stimmt, aber das ist gewollt. Das Gel, dass man zuletzt eingearbeitet hat, verursacht nämlich häufig einen sogenannten Gelcast. Dabei legt sich um die Haare und härtet aus, hält die Bündel beim Trocknen in Form und schützt dadurch vor Frizz. Wenn die Haare nun trocken sind, also richtig, richtig trocken (vorsichtig mit den Fingern prüfen), kann man den Gelcast ganz einfach mit den Händen oder dem Mikrofasertuch herauskneten – Scrunch out the Crunch. Dadurch verschwindet der Gelcast komplett und die Wellen werden ganz weich. Manchmal, wenn ich ganz verrückt bin, verteile ich noch ein bis zwei Tropfen Haaröl in meinen Händen, bevor ich knete. Ich hab das Gefühl, dass das ein bisschen den Frizz im Zaum hält und die Lockenbündel dadurch besser beisammen bleiben.


Nachts keine Party mehr – Mit den Locken schlafen
Um die Locken gut über die Nacht zu bringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder schnappt man sich ein Seidentuch oder eine Seidenschlafmütze* (I know!) und wickelt sie vorsichtig darin ein. Man kann auch auf einem Seidenkissen schlafen – all das soll helfen, dass sich die Lockensträhnen nicht aufrubbeln und damit Frizz verhindern. Ich schlafe einfach mit einer Ananas: einem lockeren Dutt oder Pferdeschwanz ganz oben auf dem Kopf, den ich mit so einem Spiralhaargummi (aber die mit Stoff drüber)* befestige.

Die Locken auffrischen
Zwischendurch frische ich die Locken hin und wieder mal auf, je nachdem, ob ich sie offen oder in einem Pferdeschwanz tragen will. Das Produkt dafür kommt in einer Sprühflasche. Man befeuchtet die Haare damit gut und knetet dann kopfüber wieder die Locken hoch. Die trocknen jetzt entweder an der Luft oder werden noch einmal über geföhnt. Der Cast der sich eventuell bildet, kann dann im ganz trockenen Zustand wieder rausgeknetet werden.
Überraschenderweise gibt es da auch was von Cantu, und zwar den Comback Curl Next Day Curl Revitalizer*. Den benutze ich im Wechsel mit einem Produkt, dass ich hier in der Drogerie entdeckt hab – eine Hausmarke, by the way.

Übrigens: Als ich angefangen habe, konnte man die meisten „richtigen“ Lockenprodukte ausschließlich online bestellen. Inzwischen gibt es auch viel in den Drogeriemärkten, stöbere da sonst einfach mal durch.
Puh, das ist ja ein riesiger Text geworden. Aber endlich, endlich ist er fertig und darüber freue ich mich. Als nächstes widme ich mich dann mal ausführlich meinen benutzten Produkten.
Na dann: happy Locken!
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56 Kommentare
Wir nehmen gerade auch Abschied, die sehr geliebte und für uns alle wichtige Uri ist gestorben… wir mussten schon drei Nahe und wichtige Familienmitglieder gehen lassen seit wir Kinder haben. Es war für uns irgendwie nie eine Frage ob die Mädchen mit zur Beerdigung kommen sollten. Ich glaube nämlich, dass Kinder es verkraften können, Tote zu sehen (man bedenke, wie oft Mäuse, Vögel und Bienen mit Freunde beerdigt werden…) und es andererseits ganz wichtig ist, dass auch sie die Möglichkeit haben, sich zu verabschieden (auch um den Tod des
Jeweiligen Menschen zu begreifen) wir reden vorher drüber, erzählen auch dass uns der Tod sehr traurig macht und wir bestimmt weinen müssen (meine Erfahrung ist, dass das das einzige ist was wirklich verunsichert- all die weinenden erwachsenen) und dann? Klappte jedesmal alles super. Auch die Leiche zu sehen war nie ein Problem. Sondern für unsere Mädels eher gut und Wichtig zu sehen, dass die Uri schon nicht mehr in ihrem Körper wohnt (darum sieht die so bisschen anders aus und auch bisschen gelber) sondern schon im Himmel ist und uns von dort immer sehen und hören kann.
(Und dann feian die Würmer bestimmt eine Party in der Erde weil die den ganzen Winter nicht Hunger haben müssen! Das ist doch perfekt, Mama!)
Ich glaube Heimlichkeiten und undurchsichtiges Sorgen eher für Angst und Unruhe als Klar- und Offenheit.
Viel Kraft wünsche ich euch für die Zeit!
Danke schön und danke auch, dass du eure Erfahrung hier teilst. Ich sehe das wie du und bin auch überrascht gewesen, wie selbstverständlich die Kinder mit dem Tod umgingen und umgehen. Für euch auch alles Liebe!
Dieser Beitrag zeigt gut, ob man Kinder mit zu Bestattungen nehmen sollte. Es stimmt, dass man dies tun sollte, damit man die Kinder schon mal an das Thema Tod heranführen sollte, da dieses ein essenzielles Stück des Lebens ist. Ich wurde auch als Kinder zur Beerdigung mitgenommen und ich habe damals schon verstanden, dass dies eine gute Gelegenheit ist, von ihm Abschied zu nehmen.
Meiner Mutter geht es gesundheitlich im Moment sehr schlecht, wir befürchten, dass es nicht durch den Winter schafft. Auch wir haben uns Gedanken gemacht, ob es eine gute Idee sein wird, die Kinder mit zur Bestattung zu nehmen. Es ist aber ein guter Ansatz, die Beerdigung einfach als Abschiedsfest zu benennen und gerade auch das ghanaische Verständnis von Beerdigungen gefällt mir sehr. Wir hoffen, ein für uns passendes Bestattungsunternehmen zu finden, das unseren Wünschen und Vorstellungen gerecht wird. Vielen Dank für diesen sehr intimen und persönlichen Beitrag.
Ich stimme zu, dass eigentlich die ganze Familie, die vor Ort ist, in ihrer Vollständigkeit zur Trauerfeier gehen würde. Mein Onkel möchte seinen Sohn zur Trauerfeier seines Opas mitbringen. Er denkt auch, dass zu Trauerfeiern die ganze Familie gehen soll.
Danke für den Beitrag zum Thema Bestattung. Meine Tante ist vor wenigen Tagen gestorben, die Beisetzung ist auch bald und wir überlegen, ob wir die Kinder zur Beerdigung mitnehmen sollen. Gut zu wissen, dass, wenn man das richtige Umfeld für Kinder gestaltet, sich Möglichkeiten bieten können, sie auf eine besondere Art an das Thema Tod heranzuführen. Ich denke, wir lassen sie einfach selbst entscheiden, denn Zwang und Drang bringen hier nichts.
Letztes Jahr ist auch die Tante meiner Kinder verstorben und wir haben dieselbe Sorge gehabt, ob es das Richtige sei bzw. ob es überhaupt möglich sei, die Kinder mitzunehmen. Letztendlich haben wir es doch getan und den Kindern liebevoll beigebracht, worum es geht. Ich persönlich denke, dass es vollkommen okay ist, Kinder auch zu Beerdigungen mitzunehmen und im schlimmsten Fall einfach abseits von der Trauerfeier zu beschäftigen. Vielen Dank für den persönlichen Artikel.
Dieser Beitrag zeigt gut, ob Kinder mit auf eine Beerdigung sollten oder nicht. Es stimmt, dass man sie wahrscheinlich mitnehmen sollte, da man sie so behutsam an das Thema Tod heranführen kann. Ich denke aber die allgemeine Todesursache und die Umstände sollten dabei auch bedacht werden.
Ich finde es bei einer Beerdigung auch wichtig, dass alle Anwesenden sich in Ruhe von Hannelore verabschieden und trauern könnten und dabei nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten würden. Mein Onkel war neulich bei der Beerdigung seines Vaters. Er hat sich auch gefreut, dass da keine Kinder anwesend waren, die durch Kindergetobe die Trauergäste gestört hätten.
Ich finde es interessant, wie unterschiedlich Bestattungen stattfinden. Besonders das Beispiel, dass in Ghana nicht nur der Tod des Verstorbenen beweint, sondern vor allem sein Leben gefeiert wird und Kinder deswegen mitkommen sollten. Ich denke aber, ob Kinder auf eine Bestattung mitkommen sollten, muss jeder für sich entscheiden.
Bei einer Beerdigung ist es mir auch wichtig, dass ich nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten werde. Ich sehe deshalb Kinder ungerne bei Beerdigungen. Meine eigenen Kinder würde ich eines Tages auch nicht zu Beerdigungen mitbringen, bevor sie aufgewachsen sind.
Auch meine Geschwister und ich hatten als Kind den Wunsch, uns von unserem Großvater bei seiner Bestattung zu verabschieden. In jedem Fall kann ich auch die Ansicht von manchen Eltern nachvollziehen, die nicht möchten, dass ihre Kinder eine Bestattung miterleben. Doch ich persönlich bin sehr froh, dass uns unsere Eltern damals die Möglichkeit gaben, angemessen Abschied zu nehmen.
Vielen Dank für deinen Beitrag! Das ist auch ein Thema, was mich als Mutter sehr beschäftigt. Als die Oma meiner Tochter starb, war sie immerhin noch sehr jung und da verschlief sie den größten Teil des Trauerprozesses. Allerdings geht es ihrem Opa inzwischen auch nicht mehr allzu gut. Ich habe mich oft gefragt, wie ich das bei ihr mit Beerdigungen handhaben soll, aber es ist schön zu lesen, dass Kinder da noch nicht den Bezug zu haben.
Danke für diesen Artikel zu Kindern bei Bestattungen. Es stimmt, dass es gut sein kann, wenn man sie mitnimmt, da sie so an das Thema Tod herangeführt werden. Ich plane auch gerade die Beerdigung meiner Tante und werde sicherlich meinen Sohn auch mitnehmen.
Ich gehe am Wochenende auch auf eine Bestattung und habe mich gefragt, ob ich meine Kinder mitnehmen soll. Umso besser ist es für mich zu lesen, dass die Kinder in diesem Fall in ihren Wünschen sehr klar waren und sie sich auf jeden Fall noch mal verabschieden wollten. Ich werde einfach noch mal mit meinen Kindern reden.
Bei uns steht in der Familie eine Beerdigung an. Nun überlege ich, ob man da Kinder mitnehmen könnte. Gut zu wissen, dass das möglich ist, wenn Spielmöglichkeiten vorliegen.
Das ist eine sehr gute Frage, ob Kinder mit auf die Bestattung dürfen. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht so der geeignetste Platz für Kinder ist. Aber es ist meiner Meinung nach gut, Kinder schon damit vertraut zu machen, damit sie früh lernen können.
Ich glaube, das lässt sich tatsächlich nicht pauschalisieren, aber Eltern kennen ihre Kinder ja gut uns wissen, ob und was sie ihnen zutrauen können. Für uns war es genau der richtige Weg. 🙂
Ich kann auf Erfahrung bestätigen, dass Kinder eher unbedarft an den Tod herangehen. Der Vater meines Stiefbruders ist leider verstorben und ich erkundige mich deswegen aktuell näher zum Thema Tod. Für eine schöne Beerdigung wenden wir uns heute an einen erfahrenen Bestatter.
Es klingt so, als ob es tatsächlich sogar wichtig wäre, dass Kinder mit auf eine Beerdigung gehen. Vielleicht kann man die Kinder sogar mit in den Prozess des Organisierens mit dem Bestattungsunternehmen mit rein nehmen. So zeigt man, dass sie wichtig sind und ihre Meinung zählt.
Vielen Dank für den Bericht! Leider gab es einen Todesfall bei mir in der Familie und meine Tochter ist in einem sehr trotzigen Alter. Daher mache ich mir viele Gedanken, ob ich sie mitnehmen soll. Es ist gut zu wissen, dass ihr die Mitnahme nicht bereut habt – das macht mir Hoffnung, dass es bei uns auch klappen könnte.
Vielen Dank, dass ihr eure Erfahrung zu einer Beerdigung mit Kindern so offen und detailliert erzählt habt. Ich kann die Sorgen, die man als Eltern hat, auf jeden Fall nachvollziehen. Ich kann mich aber immer noch daran erinnern, als meine Oma starb und meine Mutter mich nicht zur Beerdigung brachte, weil ich noch ein Kind war. Irgendwie hat das bei mir ein negatives Zeichen hinterlassen. Ich glaube, dass Offenheit mit Kindern immer die bessere Wahl ist.
Es ist natürlich nicht leicht zu entscheiden, ob Kinder mit auf die Beerdigung dürfen. Mich überrascht aber nicht, dass die Kinder die Verstorbene nochmal sehen und sich verabschieden wollten. Ich habe meinen Vater schon früh verloren und wir sind damals vor der Beerdigung in das Bestattungsinstitut, dass wir uns in Ruhe verabschieden konnten.
Das ist eine ziemlich wichtige Frage für uns. In meiner Familie gab es ebenfalls einen Todesfall und wir sind am überlegen, ob es das beste ist, wenn die Kinder bei der Trauerfeier dabei sein sollten, die wir noch planen müssen. Dafür suchen wir uns definitiv noch ein passendes Bestattungsinstitut.
Ich glaube auch, dass die Eltern am besten entscheiden können, ob Kinder bei einer Beerdigung dabei sein dürfen. Wenn sie noch sehr klein sind, hat es vielleicht keinen Wert für das Kind. Zumindest können sie zu wertvollen Erinnerungen werden.
Ich verstehe, dass ihr nicht sicher wart, eure Jungs nicht auf die Bestattung mitzunehmen. Als mein Opa damals bestattet wurde, war ich nicht dabei. Meine Eltern wollten das nicht. Das finde ich allerdings sehr schade im Nachhinein.
Wir nehmen unsere Kinder immer mit auf Beerdigungen. Ich glaube, dass Kinder mehr verarbeiten können, als wir ihnen zutrauen. Wenn man sich unsicher ist, kann man ja mit einem Bestatter darüber sprechen.
Ich empfinde die ghanaische Auffassung einer Bestattung als sehr schön. Wenn es die Möglichkeit gibt einen Tod anders als nur mit Trauer zu betrachten, sollte man dies tun. Wenn ich einmal sterbe, wünsche ich mir das die Menschen mein Leben mit Freude feiern können.
Das ist eine legitime Frage. Meistens haben Kinder ja noch nicht so ein Verständnis dafür. Am besten fragt man nochmal den Bestatter vor Ort.
Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einem professionellen Bestatter. Dabei ist es gut zu wissen, ob es empfehlenswert ist oder nicht, Kinder mit auf eine Beerdigung zu nehmen. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.
Ich finde den Ansatz der Ghanaer schön, das Leben des Verstorbenen zu feiern. Ich frage mich, ob Bestatter hierzulande auch die Möglichkeiten einer solchen bunten und lauten Feier bieten würden. Bei uns kennt man diese Art der Zelebrierung ja eher weniger.
Danke für den Artikel! Bei mir stehen bald zwei Bestattungen an. Daher ist es interessant zu lesen, wie du das Thema mit deinen Kindern gehandhabt hast. Da meine allerdings im Gegensatz zu deinen nicht erst mitkommen wollen, hat sich das Thema für mich wohl erledigt.
Es ist gut zu wissen, dass Kinder auch gut mit dem Tod umgehen können. Bei uns in der Familie hat sich ein Trauerfall ereignet, sie hatte sich eine Naturbestattung gewünscht, zu welcher wir die Kinder auch mitnehmen werden. So lernen sie auch einen guten Umgang mit dem Ableben.
Mich hat es schon immer beschäftigt, wie schwermütig solche Momente in unserer Kultur gestaltet sind. Es gibt aber auch Baumbestattungen, mit denen man den Tod eines Nächsten mit dem Anfang neuen Lebens verbinden kann. Ich finde es immer wieder schön, zu sehen, dass die Bestattung bzw. die Abschiedsfeier, wie ihr so schön schreibt, in anderen Kulturen – wie bei eurer ghanaischen Bekannten – eher dazu dient, das vergangene Leben zu feiern, als das Ableben zu beweinen.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Beerdigungen. Ich finde die Idee schön, Kinder mit auf die Beerdigung zu nehmen. Ich würde meinen Kindern, nach dem Tod ihres Großvaters, es niemals ihm die letzte Ehre zu erweisen. Ein erfahrener Bestatter hat mir das selbe geraten.
Unsere Großtante ist auch sehr unerwartet von uns gegangen. Das ist sehr traurig und ich finde es wichtig, dass jedes Familienmitglied Abschied nehmen kann. Sie hat sich eine Feuerbestattung gewünscht und diesen Wunsch haben wir ihr natürlich erfüllt. Die Urne ist nun an einem geeigneten Platz.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Kinder auf einer Beerdigung. Ein Freund unserer Familie ist erst kürzlich in einem Autounfall um sein Leben gekommen. Ich würde gerne meine Söhne mit auf die Beerdigung nehmen, da sie ihn auch kannten. Gut zu wissen, dass die Kinder damit auch besser mit seinem Tod umgehen können. Unser Bestattungsunternehmen hatte auch bereits das Mitbringen der Kinder empfohlen.
Das ist ein wunderschöner Beitrag zum Thema. Ich fände es auch wichtig, dass meine Kinder erfahren was eine Trauerfeier ist. Kinder können oft mehr verstehen und verarbeiten als wir denken.
Interessant, dass ihr den Kindern ermöglicht habt die Verstorbene noch einmal zu sehen. Ich hoffe, dass sie das gut verkraftet haben. Ich weiß nicht, wie ich das handhaben würde. Ein Freund von mir ist Bestatter, ich werde ihn mal fragen, was er davon hält.
Ich habe zwei Töchter. Da habe ich auch jeden zuerst gefragt, ob man sie nach der Beerdigung wieder abholen kann. Letztendlich haben wir sie aber mit auf die Beerdigung genommen.
Interessant, dass in Ghana bei einer Bestattung vor allem das Leben gefeiert wird.
Ich suche aktuell auch noch eine Firma für eine Bestattung.
Wir müssen leider eine Bestattung organisieren. Wir haben auch noch fünf Enkelkinder in der Familie. Gut zu wissen, dass auch diese mit auf eine Beerdigung gehen dürfen.
Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Bestattung. Gut zu wissen, dass man Kinder mit auf eine Beerdigung nehmen darf. Mein Vater hat sich eine günstige Baumbestattung gewünscht und wir werden ihm den Wunsch erfüllen.
Unsere Uroma ist vor kurzem gestorben, weshalb wir ein professionelles Bestattungsunternehmen beauftragt haben, um die Bestattung zu planen. Jetzt ist die Frage, ob wir noch die Kinder mitnehmen. Sie hatten nicht unbedingt einen Bezug mit ihr. Was meinen Sie?
Liebe Lena, ich fürchte, das kann man so pauschal nicht sagen. Wir haben unsere Jungs schon mitgenommen, wie beschrieben, waren danach aber auch schon ohne sie bei Trauerfeiern. Ich denke, du kennst deine Kids am besten und wirst wissen, ob sie dabei sein sollten oder eher nicht.
Alles Liebe für dich und deine Familie!
Judith
Wir müssen auch eine Bestattung planen. Wir haben auch zwei kleine Kinder in der Familie. Schön zu wissen, dass man sei auf die Beerdigung mitnehmen kann, wenn man es ihnen auch erklärt.
Wir müssen leider eine Trauerfeier organisieren. Wir wissen auch nicht, ob wir unsere Kinder mitnehmen sollten oder nicht. Der Beitrag hat geholfen mit unseren Sorgen umzugehen. Danke dafür.
Meine Oma ist verstorben und ich überlege auch schon, wie wir das mit unseren Kindern machen. Es ist sehr interessant zu lesen, dass in anderen Ländern Kinder sogar ein wichtiger Teil sind. So ist nämlich auch mein Bauchgefühl. Ich begleite meine Mutter zur Beratung für Bestattungen und werde das auch vor Ort mal ansprechen. Vielen Dank für die Darstellung, das hat mir sehr geholfen.
Wir sind leider auch bald auf einer Beerdigung und sind noch unentschlossen, ob wir unsere Kinder mitnehmen sollten oder nicht. Der Artikel hat auf jeden Fall geholfen. Danke für diesen Einblick. Ich glaube, dass die Familie sowieso noch auf der Suche nach einem geeigneten Bestatter ist, daher haben wir noch ein wenig Zeit.
Ich finde, wenn man die Kinder beim Erstellen des Testaments im Kopf hatte, sollten sie ebenso bei der Beerdigung dabei sein! Es mag sein, dass sie es zu dem Zeitpunkt nicht verstehen, jedoch werden sie im Verlauf ihres Lebens daran zurückdenken und sich bedanken! Am Nachmittag das Spielen der Kinder zu hören, hilft meiner Meinung nach, die Trauer zu verarbeiten.
Mir gefällt dieser Erfahrungsbericht gut, und ich stimme zu, dass es eine gute Idee ist, Kinder auf eine Beerdigung mitzunehmen. Als Kind wurde ich auch auf die Beerdigung meines Großvaters mitgenommen, was mir die Möglichkeit gab, von ihm wirklich Abschied zu nehmen. Dabei hatten wir auch ein besonders gutes Bestattungsunternehmen beauftragt, das die Bestattung familienfreundlich gestaltet hat. Für die bevorstehende Beerdigung meiner Tante möchte ich auch ein ähnliches Bestattungsunternehmen finden.
Wir haben auch eine Weile überlegt, ob wir unsere Kinder mitnehmen. Allerdings hat unser Bestattungsunternehmen schon eine Menge Erfahrung mit Kindern. Es lief alles auch echt gut und es wurde auch niemand durch Kindergetobe gestört.
Wir gehen nächste Woche auf eine Waldbestattung. Wir haben uns auch gefragt, ob die Kinder hier mitkommen dürfen. Ich denke, dass der Beitrag gute Argument dafür lieft und wir die Kinder mitnehmen.
Klar könne Kinder manchmal etwas chaotisch sein, aber sie haben auch den Abschied verdient. Und wenn das Beerdigungsinstitut hier eine gute Planung hat, dann kann auch nichts schiefgehen. Wir haben da auf jeden Fall gute Erfahrungen gemacht.
Bei uns war es so, dass nur Kinder, die viel Kontakt zur verstorbenen hatten mitgekommen sind. So konnte die Beerdigung auch ohne Störungen ablaufen. Sie gänzlich auszuschließen, wäre in meinen Augen falsch gewesen.
Die Idee, dass Trauernde eine Urne selbst bemalen, hat mich tief berührt. Ich habe dies bei einer Familie ausprobiert, die ihre Großmutter verloren hatte. Es war erstaunlich zu sehen, wie die schlichte Holzurne durch die gemeinsame kreative Gestaltung zu einem einzigartigen Symbol des Gedenkens wurde. Jeder Strich und jedes Bild auf der Urne erzählte eine Geschichte und brachte die Familie zusammen. Diese Methode ermöglichte es den Hinterbliebenen, ihre Gefühle auf eine sehr persönliche und bedeutungsvolle Weise auszudrücken. Ich bin überzeugt, dass dies den Trauerprozess auf eine positive Art und Weise unterstützt und werde es weiterhin in meiner Arbeit anbieten.