Skip to content
#inunter20 – Wraps mit Hähnchenbrust, Pfifferlingen und Guacamole

Als ich neulich bei einer Freundin zu Besuch war, gab es zum Mittag Wraps. Einfach ein bisschen geschnittenes Gemüse, ein paar angebratene Spargelstücke und Champignons, Parmesan und Sößchen in kleinen Schüsseln auf dem Tisch verteilt, jede bekam ein paar warme Tortillas auf den Teller und los ging’s. Ach, es schmeckte mir fantastisch und ich erinnerte mich, dass ich das eine Zeit lang auch häufiger mal aß, allerdings eher „à la Burrito“ mit Bohnen und ziemlich Hack-lastig. Wogegen ja prinzipiell erstmal nichts einzuwenden ist.

Außer vielleicht, das ’ne Dose Bohnen jetzt auch nur so mittel zur Kategorie „frisches Gemüse“ zählt und ich gerade das ja versuche, auf dem Speiseplan mal ein bisschen zu erhöhen. Also hab ich flugs mal dieses Internet angeworfen und mich auf die Suche nach Alternativen gemacht. Meine Wahl fiel auf eine Variante mit Grillgemüse, Hähnchenbrust, Joghurtdip und mediterranen Kräutern. Und dann standen da beim Einkaufen plötzlich diese Pfifferlinge im Regal.

Das einzig Gute am grundsätzlich zu frühen Ende der Spargelsaison ist ja, dass endlich die Pfifferlingssaison beginnt. Und da ich an diesen kleinen, gelben und meist sandigen Freunden nur schwer vorbei komme, hab ich meinen Plan kurzerhand umgeschmissen und ich mir im Gemüseregal eine neue Füllung zusammen improvisiert.

Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.deDie Zutaten für mindestens zwei Portionen:

  • eine Hähnchenbrust (ca. 500g)
  • soviele Pfifferlinge, wie ihr essen könnt (und wollt), ich hatte eine Schale à 300g
  • eine Handvoll Zuckerschoten
  • zwei bis drei Frühlingszwiebeln
  • eine kleine Zwiebel
  • ca. 100g Schinkenwürfel
  • ein paar Stängel frische Petersilie
  • eine Packung Weizen- oder Maismehltortillas
  • Salz, Pfeffer, Paprika

Für die Guacamole

  • eine weiche Avocado
  • eine kleine Tomate
  • Saft einer halben Zitrone (oder ein paar Spritzer Konzentrat aus diesem gelben Plastikdingsi)
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. Knoblauch



Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.de

1) Als erstes schmeißt ihr mal den Ofen an. damit der sich schon mal auf die richtige Temperatur bringen kann.

2) Dann wascht ihr das Hähnchen, tupft es trocken und schneidet es in kleine Würfelchen (ca. 1cm).

3) Die Zuckerschoten, Zwiebel und Frühlingszwiebeln werden ebenfalls gewaschen, die Pilze entsandet (zB mit einer weichen Bürste) und auch in kleine Stücke bzw dünne Ringe geschnitten. Die Petersilie wird gehackt. Die Frühlingszwiebelringe werden direkt in eine kleine Schüssel gefüllt, der Rest wird gleich noch weiterverarbeitet.

4) Und jetzt geht es auch schon los. Würzt die Hähnchenwürfel mit Salz, Pfeffer und Paprika und vermischt alles gut in einer Schüssel. Wenn ihr einen kleinen Schuss Öl dazu gebt, flutscht und verteilt es sich besser. Dann werden die Würfelchen in einer Pfanne mit heißem Öl erst etwa eine Minute scharf an-, dann bei mäßiger Hitze weiter gebraten, bis sie durch sind. Alles in eine kleine Schüssel füllen und zur Seite stellen.

5) In einer zweiten Pfanne könnt ihr parallel erst die Zwiebeln, dann nach und nach die Schinkenwürfel, Pilze und Zuckerschoten anbraten. Ggf. noch salzen und pfeffern (aber erst probieren, durch den Schinken ist es schon relativ würzig) und die Petersilie untermischen. Dann ebenfalls in eine Schüssel füllen und auch zur Seite stellen.

Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.de

6) Jetzt könnt ihr euch an die Guacamole machen. Dazu wird die Avocado geteilt und der Kern entfernt. Nun das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in einer Schüssel zerdrücken. Die Tomate wird in minikleine Würfel geschnitten und unter das Avocadomus gerührt. Wer möchte, kann jetzt noch gehackten Knoblauch dazu geben. Alles salzen, pfeffern und einen ordentlichen Schuss Zitronensaft unterrühren und – wer hätte das gedacht – in eine kleine Schüssel füllen. Richtig fancy wirds übrigens, wenn ihr es nicht in eine Schüssel, sondern in eine der ausgehöhlten Avocadoschalen füllt.

7) Der Ofen sollte inzwischen heiß sein. Während ihr den Tisch deckt, könnt ihr also die Tortillas erhitzen. Dazu einfach die gewünschte Menge Tortillas auf ein Blech werfen und ein bis zwei Minuten warm werden lassen. Achtung, wenn die Dinger zu lange im Ofen sind, werden sie eher Tacos und lassen sich nicht mehr rollen.

Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.de

Und dann darf auch schon gerollt werden. Zuerst etwas Guacamole auf den Fladen streichen, dann die Pilzmischung drauf verteilen und das Hähnchen und die Frühlingszwiebeln drüber streuen. Lasst den unteren Rand beim Füllen frei, den schlagt ihr jetzt nach oben, so dass er leicht über die Füllung lappt. Nun noch die beiden Seiten eng umklappen und den Wrap in ein Papier (zB weißes Butterbrotpapier) einschlagen. Das ganze mit einem Band fixieren. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern lässt sich so auch ganz gut essen. Außerdem bleiben die Finger einigermaßen sauber.

Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.de
Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.de

Also, guten Appetit und happy rollin‘!

Liebst,
icke

Ps: Muddi muss essen! Hier findest du noch mehr einfache und schnelle Rezepte.

Pps: Du magst Pfifferlinge? Dann probier doch mal mein Rezept für Quinoa mit Pfifferlingen und Feta! Und die Avocado-Fans, bitte hier entlang.


Follow my Blog with Bloglovin
Du möchtest dir diesen Artikel bei Pinterest merken? Klaro, und sharing is caring, you know?

Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.de  Saftig gebratenes Hähnchenfilet mit frischen Pfifferlingen und Avocadocreme | #inunter20 | judetta.de

Neueste Beiträge

Mehr
Lesen

Oh hi, Depression – eine Diagnose kommt selten allein

Oh hi, Depression – eine Diagnose kommt selten allein

Da steht sie plötzlich, schwarz und fett auf einem blassrosa Papier, die Tinte ein bisschen verschwommen. Eine Abkürzung, die mir die Tränen in die Augen schießen lässt – genau jetzt und unzählige Male in der letzten Zeit, immer wieder, ungebremst rückwärts bergab und keine Chance, die Bremse zu ziehen.

F32.2 steht da nun, der ICD-10 Code für „schwere depressive Episode“. Schwarz. Und fett. Auf blassrosa Papier. Die Tinte ein bisschen verschwommen. Wie das, was F32.2 mit mir macht. Der Grund dafür, dass ich mich in den letzten Wochen so elend fühlte. Und gleichermaßen die Erklärung, warum ich zu kraft- und machtlos war, auch nur ansatzweise etwas dagegen zu tun. „Die schlechte Laune“ in den Griff zu bekommen, mich mal „n bisschen zusammenzureißen“. Hab an mir gezweifelt, bin an mir verzweifelt und hab einfach immer noch ein bisschen mehr gegeben. Hab mich infrage gestellt, mir mein Empfinden verboten und mich selbst verloren zwischen „Lächel doch mal, ist doch halb so wild“!, „Läuft doch bei dir, du hast, was du brauchst!“ und „Glaub ich nicht, du bist doch fröhlich und stark“.

Ich hab’s ja nicht mal gemerkt. Hab’s nicht gesehen, nicht hingeschaut. War zwar hart gestresst und irre erschöpft, aber zugeben? Niemals. Ich doch nicht, ich muss funktionieren. Ist doch halb so wild, ich hab doch, was ich brauche. Vielleicht fiel mir das Aufstehen schwer, noch ein kleines bisschen schwerer als sonst. Und das Anfangen, das Dranbleiben. Das Aufhören? Erst recht. Und das Gefühl? War zu gewohnt, ein alter Bekannter, schon oft zu Besuch. Also Tunnelblick-Modus, mit Scheuklappen auf. Weil, mit Augen zu, ist das Monster doch weg?

Nun, ist es nicht, ob ich will oder nicht, sitzt groß und schwer auf meiner Brust. Lässt mich nicht atmen, lähmt mich, erdrückt mich förmlich mit seiner Last. 

Doch ich hab’s jetzt entdeckt, sein Versteck ist bekannt. Ich hab’s ausgehoben, das Biest erkennbar gemacht. Ich kenne seinen Namen, seine Gestalt, seinen Plan. Und den werde ich durchkreuzen, irgendwann. Nicht heute und nicht morgen, aber dass, das ist klar. Und irgendwann bin ich dann wieder da. Und was mich trägt, ist die Hoffnung darauf. Ich bin zwar gefallen, doch ich steh wieder auf.

Liebst,

It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It’s okay to be not okay.
Ok. I am not.

Das Meer ist ganz ruhig, ganz glitzernd und spiegelt, es schwimmt sich ganz easy, routiniert geht’s voran.

Von Strömungen, die sich da langsam aufbauen und heimlich ganz stark werden, merkt man vorerst nichts. Nur vielleicht, dass man plötzlich ein bisschen mehr Kraft braucht, um das Tempo zu halten, das man sonst von sich kennt.

Man kommt weiter gut vorwärts, glaubt: Man, ach, das geht schon! Denn irgendwie geht es ja weiter voran. „Ich stell mich nur an grad, ich bin einfach müde, dann geht es heute eben bisschen früher ins Bett.“

Dass die Strömungen inzwischen Strudel wurden, die alles gierig und stark alles in den Abgrund ziehen, die reißen und tosen, die wüten und rauschen, das bleibt verborgen, das sieht man schlicht nicht.

Man schwimmt einfach weiter, mehr Kraft noch, das geht schon, das Meer scheint doch ruhig und der Himmel noch blau. Doch der Strudel, der wildert beharrlich nach unten, mehr Kraft noch, mehr Sog folgt, dann zu viel und zu laut.

Bis man – viel zu spät dann – endlich realisiert, dass gar nichts mehr rund läuft und man nicht mehr kann.

Blöd nur, dass die Kraft da schon lang nicht mehr ausreicht, um zurück zu kommen und nicht unterzugehen.


Warum ich das schreibe, das öffentlich mache? 
Weil ich nicht okay bin.
Und das ist okay.

Und weil’s mir so schwerfällt, darüber zu sprechen, weil ich das schlichtweg einfach (noch) nicht so gut kann. Doch es musste mal raus jetzt und es scheint so viel leichter, die Worte zu schreiben, die ich nicht aussprechen kann. Sie mir einzugestehen und sie mir zu erlauben, das ist ein Anfang. Der Weg ist lang, doch das Ziel ist das Ziel. Und wenn ich da ankommen, dann will ich wieder ich sein. Und wieder ich werden? Da arbeite ich jetzt dran.

Liebst,

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Keine Ahnung, ob du es vielleicht schon bei Instagram verfolgt hattest oder ob das hier jetzt komplett neu ist: Ich habe AD(H)S, das erst kürzlich bei mir diagnostiziert wurde.. Ein bisschen was habe ich schon dazu erzählt und geschrieben, aber irgendwie ist das nicht nur ein Thema für Instagram, sondern auch für hier  und ich glaube, deswegen werde ich jetzt nach und nach auch auf meinem Blog darüber schreiben. 

Pünktlich zum Mental Health Day am 10. Oktober war es jedenfalls so weit: Wochenlang hatte ich überlegt, ob ich in der Öffentlichkeit überhaupt darüber sprechen möchte, und plötzlich war es ganz klar: Die Zeit des Versteckens muss vorbei sein, wir müssen über Dinge sprechen, wenn wir sie ändern, wenn wir sie enttabuisieren wollen. 

Seit immer schon versuche ich, meine „Schwächen“ zu verstecken, meine „Makel“ und Eigenschaften, die ich mir immer weggewünscht habe und ständig versucht, zu maskieren. Ich hab weder über den Burnout gesprochen, der mich vor etwa 10 Jahren in die Knie zwang, noch über die Therapien, die ich gemacht habe, geschweige denn von all den anderen Dämonen, mit denen ich hin und wieder kämpfe.

Und auch meine neuste „Errungenschaft“, AD(H)S – spätdiagnostiziert im Erwachsenenalter – wollte ich erst weder wahrhaben noch darüber reden. Ich weiß seit einer kleinen Weile, dass ich ADHS habe. Irrsinnig viel erklärt sich dadurch, und dennoch ist es noch schwer zu fassen. Ich stehe am Anfang, aber ich bin auf dem Weg. Und ich werde drüber sprechen. Weil endlich Schluss sein muss mit dem Maskieren – und zwar in jegliche Richtung.

Und jetzt entschuldige mich, mein Mutausbruch macht mir Angst, ich muss mir mal kurz die Decke über den Kopf ziehen. 🙈

Falls du jetzt aber Lust  bekommen hast, mehr darüber zu hören, dann here some good news. Wir haben für den Mamsterrad-Podcast mit den AD(H)S-Expertinnen Dr. Ismene Ditrich, Fachärztin für Psychologie und Psychiatrie, und Dr. Christa Koentges, Psychologin und Psychotherapeutin, über AD(H)S im Erwachsenenalter und insbesondere bei Frauen gesprochen. Die ganze Podcastfolge gibt es hier:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Wenn dich das Thema „AD(H)S im Erwachsenenalter“ interessiert, habe ich hier noch ein paar wirklich tolle Buchtitpps für dich:

„Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S“

Frauen und Mädchen mit AD(H)S erhalten viel seltener eine Diagnose als Männer und Jungen, denn ihre Symptome fallen weniger stark auf: Betroffene Frauen und Mädchen sind weniger hyperaktiv, dafür verträumt, unaufmerksam und vergesslich. Die zu späte oder fehlende Diagnose kann weitreichende Folgen haben: Der Leidensdruck bleibt meist über Jahrzehnte bestehen, schadet ihrem Selbstwertgefühl und zieht Folgeerkrankungen nach sich.

Die vier Expertinnen der Freiburger Arbeitsgruppe AD(H)S leisten in diesem Buch wichtige Aufklärungsarbeit für Frauen mit AD(H)S sowie für Eltern betroffener Mädchen. Mit vielen Einblicken aus der Forschung, Fallgeschichten, Reflexionen und Übungen zur Selbsthilfe zeigen sie konkrete Wege auf, wie Betroffene mit ihrer Besonderheit Frieden schließen, ihre vielen Stärken entdecken und gut mit AD(H)S leben können.

BUCH BESTELLEN*

„Hirngespinste: Mein Leben mit ADHS“

Sätze wie „Ein bisschen ADHS hat doch jeder.“, „ADHS gibt es doch gar nicht.“ oder „ADHS haben doch nur kleine Jungs.“ gehören für Lisa Vogel zum Alltag. Wie es ist, als erwachsene Frau mit ADHS zu leben, welchen Vorurteilen man ausgesetzt ist und was im Alltag hilft, davon handelt dieses Buch.

Lisa räumt mit Mythen rund um die Stoffwechselstörung im Gehirn auf. Denn nicht jede/r mit ADHS ist ein zappeliges Kind, schlecht in der Schule oder auffällig im Erwachsenenalter. Mit ihrer späten Diagnose begann ihre Reise zu sich selbst, aus der ihr Wunsch erwuchs, andere auf dieser Reise zu begleiten, ihnen Verständnis zu schenken und sie vor Selbstzweifeln zu schützen.

Aktuelle Erkenntnisse und Studien zum Thema ADHS bei Erwachsenen runden das Buch ab.

BUCH…

Noch kein Kommentar, Füge deine Stimme unten hinzu!


Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert