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Dürfen Kinder mit auf eine Beerdigung – Ja oder nein?

Und dann ist er da, der Tag, an dem man einen vertrauten Menschen gehen lassen muss. Manchmal ganz unerwartet und plötzlich, manchmal nach längerem Kampf. Aber egal, wie das Sterben passiert – wenn jemand gestorben ist, den man sehr mochte, tut es meistens ziemlich weh. Dann kommt die Zeit des Abschiednehmens und wenn man Kinder hat, stellt sich die Frage, wie man in der Familie damit umgehen möchte – Dürfen die Kinder mit zur Beerdigung oder hält man sie lieber da raus?

Vorab: Es handelt sich hier um einen sehr persönlichen Text über den Tod, das Abschiednehmen, unsere Entscheidung, damit umzugehen und unsere Erfahrung, die wir mit dieser Entscheidung gemacht haben. Keineswegs möchte ich diesen Text als pauschale Lösung verstanden wissen, denn eine solche gibt es in diesem Fall einfach nicht. Trauer, der Umgang mit dem Tod und die Sensibilität des Einzelnen sind sehr individuell und bitte auch genauso zu betrachten. Für uns hat das so gut geklappt, weil verschiedene Umstände sich so gefügt haben, dass es klappen kann. Wenn ihr in einer ähnlichen Situation seid, übertragt bitte unser Herangehen nicht einfach auf eures und überlegt bitte genau, ob dieser Weg auch für euch der richtige sein kann.

Ganz plötzlich vorbei

Wir haben jemanden verloren. Letzte Woche hat unsere Lieblingsnachbarin Hannelore, eine gute und langjährige, sehr geschätzte Freundin der Familie, ganz unerwartet und nach einigen Tagen des Bangens den Kampf um ihr Leben verloren. Nur ein paar Tage zuvor waren wir noch gemeinsam Laterne laufen, uns traf das also – wie alle – ziemlich unvermittelt. Es machte uns sprachlos und unsagbar traurig, das merkten die Jungs natürlich. Also haben wir über das Geschehene und unsere Gefühle mit ihnen geredet – ehrlich, aber altersgerecht und so, dass sie es begreifen konnten. Die Kids sind jetzt 5 und (noch) 2, das Thema Tod spielte bisher in ihrem Leben keine große Rolle. Sie fragten nach, wir erklärten, sie verstanden. Zumindest manches, anderes wurde wissbegierig und herrlich naiv hinterfragt und besprochen, bis ihre Neugier gestillt war. Und wieder anderes wurde vielleicht erstmal nur wahrgenommen und abgespeichert, um später irgendwann wieder abgerufen zu werden, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Denn ich kann mir vorstellen, dass bei den vielen Eindrücken gar nicht alles direkt verarbeitet werden kann. Aber wie auch, bei uns ja genauso wenig.

Dürfen Kinder mit zu einer Beerdigung

Kurz darauf stand dann der Termin für die Trauerfeier, liebevoll Abschiedsfest genannt. Wir überlegten hin und her, fragten verschiedene Freunde, ob sie Zeit hätten, sich währenddessen um unsere Jungs zu kümmern. Unsere Familie, zumindest die, die hier vor Ort war, würde komplett zur Trauerfeier gehen. Schließlich entwickelten wir einen ausgeklügelten Ablöseplan, denn bis zu diesem Zeitpunkt kam uns schlichtweg nicht in den Sinn, die Kinder einfach mitzunehmen. Ich unterhielt mich viel mit Jan, dem Sohn der Verstorbenen, der mehrfach meinte, wir könnten die Kinder ruhig mitbringen. Für uns kam das anfangs überhaupt nicht infrage, denn wir hatten Sorge, dass unsere wilde Bande die Feier „aufmischen“ würde und die Misere, wie ich leise fluchend den vor Freude über das lustige Fangespiel quiekenden, vor mir wegrennenden Jungs hinterherwetze, wollte ich allen ersparen – mich eingeschlossen.

„Kinder haben auf einer Beerdigung nichts verloren“ – Oder doch?

Es lag Jan am Herzen, die Einladung offen zu halten, also fragte er nach, bat und motivierte uns, unsere Entscheidung zu überdenken. Nichts lag ihm ferner, als uns zu überreden. Aber er wollte wissen, was genau uns abhielt und uns dabei helfen, Bedenken zu zerstreuen und Hürden zu überwinden. Mir war beispielsweise wichtig, dass mein Mann, unsere Familie und ich, aber auch alle anderen Anwesenden sich in Ruhe von Hannelore verabschieden und trauern könnten und dabei nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten würden. Jan versicherte mir, dass für genügend Ablenkungs- und Spielmöglichkeiten gesorgt sei, aber auch eine seiner engsten Vertrauten sich um die Kinder kümmern könnte, wenn das gewünscht wär. Ich versprach ihm, dass wir wenigstens nochmal in Betracht ziehen würden, die Kinder teilhaben zu lassen. Und teilhaben, das wollten sie gern. Sie wollten mit, alle beide, das sagten sie uns immer wieder.

Andere Länder, andere Sitten

Am Tag vor der Beerdigung waren wir eingeladen bei guten Freunden, die wir auch gefragt hatten, ob sie die Jungs den Nachmittag über betreuen könnten. Sie wussten also, was passiert war und kannten meine, unsere Einstellung dazu. Meine Freundin hörte mich an und sagte dann, sie würde meine Gedanken verstehen. Aber gerade hierzulande würde man dazu neigen, Abschiede sehr tränenreich und schwermütig anzugehen. Natürlich sei es sehr traurig, wenn jemand stirbt. Aber in Ghana – meine Freundin hat ghanaische Wurzeln – würde nicht nur der Tod des Verstorbenen beweint, sondern vor allem sein Leben gefeiert werden – gerne bunt, laut und fröhlich. Manchmal gingen die Feierlichkeiten über Tage und Kinder wären nicht nur willkommen, sondern ganz selbstverständlich Teil davon – wie vom Leben ja auch.

Festhalten oder umdenken?

So saßen wir zusammen und sprachen über Traditionen, Bräuche und Unterschiede, während unsere Kinder friedlich spielten. Und auf einmal wurde uns klar, dass sich uns da eine sehr schöne Möglichkeit bot, die Kinder behutsam und auf besondere Art und Weise an das Thema Tod heranzuführen – und sie dabei zu begleiten. Ihre Fragen zu beantworten, ihnen zur Seite zu stehen, wenn sie eine Erklärung bräuchten oder eine Hand halten wollten und ihnen durch ihre Teilnahme an der Feier zu ermöglichen, auf ihre Weise selbst Abschied nehmen zu können. Wir fragten die beiden am Tag der Veranstaltung dann noch einmal, was sie gern tun würden und sie wollten unbedingt mit. Alle beide.

Tod und Abschied gehören zum Leben dazu. Aber dürfen Kinder mitkommen zur Trauerfeier?
 

Das Abschiedsfest

Das Abschiedsfest selbst war – sofern man das bei einem so traurigen Anlass überhaupt sagen kann – wirklich wunderbar. Es fand in einem „Haus der Begleitung“ statt und war wirklich besonders, es hätte Hannelore selbst ganz bestimmt sehr gefallen. Es gab mehrere Stationen, um sich ihrer zu erinnern und von dieser wundervollen Frau, die unser Leben wirklich bereichert hat, Abschied zu nehmen. Zum Beispiel lagen alte Fotoalben aus, die sie in verschiedenen Stationen ihres Lebens zeigten und es gab auch die Möglichkeit, Bilder von ihr als Andenken mitzunehmen. Man konnte Trostpflaster mit ein paar persönlichen Worten auf ein gemütliches Kissen mit ihrem liebsten Kissenbezug kleben und an mehreren Stellen im Haus konnten Kerzen angezündet werden. Es gab die Möglichkeit, einen Brief an sie oder ihre Familie zu schreiben, an ihren Mann und ihren Sohn. Eine Idee fand ich besonders schön und sie hätte zu ihr besser nicht passen können: Die Urne aus schlichtem, hellen Holz, in der sie bestattet werden würde, durfte von den Abschiednehmenden bunt bemalt und verziert werden.

 

Offene Bestattung mit Kindern

Tod und Abschied gehören zum Leben dazu. Aber dürfen Kinder mitkommen zur Trauerfeier?Und dann gab es noch eine Station, die mir im Vorfeld gerade im Bezug auf die Kinder die meisten Sorgen machte: Unsere liebe Freundin würde an ihrem eigenen Abschiedsfest teilnehmen, aufgebahrt in einem offenen Sarg und wer wollte, könnte ihr einen letzten Besuch abstatten. Der abgetrennte Raum, in dem sie lag, war liebevoll geschmückt. Es brannten unzählige Kerzen, im Hintergrund lief perfekt ausgewählte und zu ihr passende Musik und persönliche Gegenstände lagen liebevoll arrangiert „wie zufällig herum“ – ihr Nähzeug mit dem Stück, an dem sie zuletzt gearbeitet hatte, die Nadel noch im Stoff, ihre so vertraute Brille daneben, wie sie sie abgelegt hatte. Und dann stand da ihr Rucksack auf ihren Hausschuhen, bereit für ein neues Abenteuer, bereit für das letzte Abenteuer. Durch den herunterhängenden Griff wirkte er tief traurig und verletzt, ein Bild, das zu Tränen rührte und gleichwohl zum Lächeln bewegte. Außerdem gab es die Möglichkeit, Totenwache zu halten. Alles war so liebevoll und stimmig und passte genau, wie es war. Zum Anlass und zur Verschiedenen selbst.

 
Tod und Abschied gehören zum Leben dazu. Aber dürfen Kinder mitkommen zur Trauerfeier?

Leben und Sterben durch Kinderaugen sehen

Es ist erstaunlich, wie klar beide Kinder in ihrer Meinung und in ihren Wünschen sind und waren. Für sie war klar, dass sie zu ihr und in diesen Raum wollten, sie wollten sie nochmal sehen und sich verabschieden. Wir besprachen uns, schluckten unsere elterlichen und erwachsenen Bedenken herunter und beschlossen, ihnen das auch zu ermöglichen. Wir betraten den Raum gemeinsam, legten Blumen und für sie gemalte Bilder in den Sarg, flüsterten leise Abschiedsworte und gedachten ihr. Unsere Sorgen waren absolut unberechtigt, denn Kinder gehen völlig unbedarft an den Tod heran – den Kummer, Schmerz und das Leid, das wir damit verbinden, kennen sie glücklicherweise in den allermeisten Fällen noch nicht.

Der Nachmittag verging wie im Flug, die Kinder spielten – unsere waren nicht die einzigen – und wir Großen saßen zusammen, erzählten Geschichten und erinnerten uns gemeinsam. Im Nachhinein betrachtet war es wirklich ein Fest, wie es in Ghana hätte gefeiert werden können – nicht so wild, ein bisschen leiser und weniger rauschend, aber durchaus mit fröhlichen Elementen und wenig Schwermut. Trotzdem bot sich genügend Raum für den Abschied und die damit verbundene Trauer. Wir bereuten zu keinem Zeitpunkt, dass wir die Kinder mitgenommen hatten, im Gegenteil, wir sind sicher, für uns und unsere Jungs die richtige Entscheidung getroffen zu haben. //

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder käme es für euch nicht infrage, die Kinder auf eine Trauerfeier mitzunehmen?

Liebst,

Ps: Ich hab den Text geschrieben, weil es in mir kribbelte und er einfach raus musste. Ich habe ihn Jan vor der Veröffentlichung gezeigt, mit ihm besprochen und seine Anmerkungen und Wünsche einfließen lassen. Die Fotos wurden mir von Jan zur Verfügung gestellt, das Titelbild stammt von mir. 

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Tod und Abschied gehören zum Leben dazu. Aber dürfen Kinder mitkommen zur Trauerfeier?

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18 Kommentare

  1. Wir nehmen gerade auch Abschied, die sehr geliebte und für uns alle wichtige Uri ist gestorben… wir mussten schon drei Nahe und wichtige Familienmitglieder gehen lassen seit wir Kinder haben. Es war für uns irgendwie nie eine Frage ob die Mädchen mit zur Beerdigung kommen sollten. Ich glaube nämlich, dass Kinder es verkraften können, Tote zu sehen (man bedenke, wie oft Mäuse, Vögel und Bienen mit Freunde beerdigt werden…) und es andererseits ganz wichtig ist, dass auch sie die Möglichkeit haben, sich zu verabschieden (auch um den Tod des
    Jeweiligen Menschen zu begreifen) wir reden vorher drüber, erzählen auch dass uns der Tod sehr traurig macht und wir bestimmt weinen müssen (meine Erfahrung ist, dass das das einzige ist was wirklich verunsichert- all die weinenden erwachsenen) und dann? Klappte jedesmal alles super. Auch die Leiche zu sehen war nie ein Problem. Sondern für unsere Mädels eher gut und Wichtig zu sehen, dass die Uri schon nicht mehr in ihrem Körper wohnt (darum sieht die so bisschen anders aus und auch bisschen gelber) sondern schon im Himmel ist und uns von dort immer sehen und hören kann.
    (Und dann feian die Würmer bestimmt eine Party in der Erde weil die den ganzen Winter nicht Hunger haben müssen! Das ist doch perfekt, Mama!)
    Ich glaube Heimlichkeiten und undurchsichtiges Sorgen eher für Angst und Unruhe als Klar- und Offenheit.
    Viel Kraft wünsche ich euch für die Zeit!

    • Danke schön und danke auch, dass du eure Erfahrung hier teilst. Ich sehe das wie du und bin auch überrascht gewesen, wie selbstverständlich die Kinder mit dem Tod umgingen und umgehen. Für euch auch alles Liebe!

  2. Dieser Beitrag zeigt gut, ob man Kinder mit zu Bestattungen nehmen sollte. Es stimmt, dass man dies tun sollte, damit man die Kinder schon mal an das Thema Tod heranführen sollte, da dieses ein essenzielles Stück des Lebens ist. Ich wurde auch als Kinder zur Beerdigung mitgenommen und ich habe damals schon verstanden, dass dies eine gute Gelegenheit ist, von ihm Abschied zu nehmen.

  3. Meiner Mutter geht es gesundheitlich im Moment sehr schlecht, wir befürchten, dass es nicht durch den Winter schafft. Auch wir haben uns Gedanken gemacht, ob es eine gute Idee sein wird, die Kinder mit zur Bestattung zu nehmen. Es ist aber ein guter Ansatz, die Beerdigung einfach als Abschiedsfest zu benennen und gerade auch das ghanaische Verständnis von Beerdigungen gefällt mir sehr. Wir hoffen, ein für uns passendes Bestattungsunternehmen zu finden, das unseren Wünschen und Vorstellungen gerecht wird. Vielen Dank für diesen sehr intimen und persönlichen Beitrag.

  4. Ich stimme zu, dass eigentlich die ganze Familie, die vor Ort ist, in ihrer Vollständigkeit zur Trauerfeier gehen würde. Mein Onkel möchte seinen Sohn zur Trauerfeier seines Opas mitbringen. Er denkt auch, dass zu Trauerfeiern die ganze Familie gehen soll.

  5. Danke für den Beitrag zum Thema Bestattung. Meine Tante ist vor wenigen Tagen gestorben, die Beisetzung ist auch bald und wir überlegen, ob wir die Kinder zur Beerdigung mitnehmen sollen. Gut zu wissen, dass, wenn man das richtige Umfeld für Kinder gestaltet, sich Möglichkeiten bieten können, sie auf eine besondere Art an das Thema Tod heranzuführen. Ich denke, wir lassen sie einfach selbst entscheiden, denn Zwang und Drang bringen hier nichts.

  6. Letztes Jahr ist auch die Tante meiner Kinder verstorben und wir haben dieselbe Sorge gehabt, ob es das Richtige sei bzw. ob es überhaupt möglich sei, die Kinder mitzunehmen. Letztendlich haben wir es doch getan und den Kindern liebevoll beigebracht, worum es geht. Ich persönlich denke, dass es vollkommen okay ist, Kinder auch zu Beerdigungen mitzunehmen und im schlimmsten Fall einfach abseits von der Trauerfeier zu beschäftigen. Vielen Dank für den persönlichen Artikel.

  7. Dieser Beitrag zeigt gut, ob Kinder mit auf eine Beerdigung sollten oder nicht. Es stimmt, dass man sie wahrscheinlich mitnehmen sollte, da man sie so behutsam an das Thema Tod heranführen kann. Ich denke aber die allgemeine Todesursache und die Umstände sollten dabei auch bedacht werden.

  8. Ich finde es bei einer Beerdigung auch wichtig, dass alle Anwesenden sich in Ruhe von Hannelore verabschieden und trauern könnten und dabei nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten würden. Mein Onkel war neulich bei der Beerdigung seines Vaters. Er hat sich auch gefreut, dass da keine Kinder anwesend waren, die durch Kindergetobe die Trauergäste gestört hätten.

  9. Ich finde es interessant, wie unterschiedlich Bestattungen stattfinden. Besonders das Beispiel, dass in Ghana nicht nur der Tod des Verstorbenen beweint, sondern vor allem sein Leben gefeiert wird und Kinder deswegen mitkommen sollten. Ich denke aber, ob Kinder auf eine Bestattung mitkommen sollten, muss jeder für sich entscheiden.

  10. Bei einer Beerdigung ist es mir auch wichtig, dass ich nicht durch Kindergetobe gestört oder sogar davon abgehalten werde. Ich sehe deshalb Kinder ungerne bei Beerdigungen. Meine eigenen Kinder würde ich eines Tages auch nicht zu Beerdigungen mitbringen, bevor sie aufgewachsen sind.

  11. Auch meine Geschwister und ich hatten als Kind den Wunsch, uns von unserem Großvater bei seiner Bestattung zu verabschieden. In jedem Fall kann ich auch die Ansicht von manchen Eltern nachvollziehen, die nicht möchten, dass ihre Kinder eine Bestattung miterleben. Doch ich persönlich bin sehr froh, dass uns unsere Eltern damals die Möglichkeit gaben, angemessen Abschied zu nehmen.

  12. Vielen Dank für deinen Beitrag! Das ist auch ein Thema, was mich als Mutter sehr beschäftigt. Als die Oma meiner Tochter starb, war sie immerhin noch sehr jung und da verschlief sie den größten Teil des Trauerprozesses. Allerdings geht es ihrem Opa inzwischen auch nicht mehr allzu gut. Ich habe mich oft gefragt, wie ich das bei ihr mit Beerdigungen handhaben soll, aber es ist schön zu lesen, dass Kinder da noch nicht den Bezug zu haben.

  13. Danke für diesen Artikel zu Kindern bei Bestattungen. Es stimmt, dass es gut sein kann, wenn man sie mitnimmt, da sie so an das Thema Tod herangeführt werden. Ich plane auch gerade die Beerdigung meiner Tante und werde sicherlich meinen Sohn auch mitnehmen.

  14. Ich gehe am Wochenende auch auf eine Bestattung und habe mich gefragt, ob ich meine Kinder mitnehmen soll. Umso besser ist es für mich zu lesen, dass die Kinder in diesem Fall in ihren Wünschen sehr klar waren und sie sich auf jeden Fall noch mal verabschieden wollten. Ich werde einfach noch mal mit meinen Kindern reden.

  15. Bei uns steht in der Familie eine Beerdigung an. Nun überlege ich, ob man da Kinder mitnehmen könnte. Gut zu wissen, dass das möglich ist, wenn Spielmöglichkeiten vorliegen.

  16. Das ist eine sehr gute Frage, ob Kinder mit auf die Bestattung dürfen. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht so der geeignetste Platz für Kinder ist. Aber es ist meiner Meinung nach gut, Kinder schon damit vertraut zu machen, damit sie früh lernen können.

    • Ich glaube, das lässt sich tatsächlich nicht pauschalisieren, aber Eltern kennen ihre Kinder ja gut uns wissen, ob und was sie ihnen zutrauen können. Für uns war es genau der richtige Weg. 🙂


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