Dieses eine kleine Wörtchen, vegan, ne? Warum löst das wohl bei vielen Menschen direkt einen muffigen Geschmack aus, gefolgt von einem Naserümpfen und einem „Ach nee, lass ma gut sein.“? Das ist so schade, denn unsere Ausflüge in die grünbunte Welt der veganen Küche haben mich tatsächlich ein paar Gerichte entdecken lassen, auf die ich im Leben nicht von allein gekommen wär und die sich inzwischen fest in unseren Essensplan integriert haben.
Dann beschlossen wir Ende letzten Jahres, ab sofort nur noch am Wochenende Fleisch zu essen und Wochentagvegetarier zu werden, was dazu führte, dass unser Speiseplan plötzlich wieder viel mehr Gemüse beinhaltete. Und als ich dann durch die Milchunverträglichkeit von Kleini feststellte, dass scheinbar auch ich mit ein paar Unverträglichkeiten zu tun habe, rückten Gerichte, die gänzlich milchfrei oder eben vegan sind, nochmal in einen ganz neuen Fokus.

I bims, der Frühling
Mit dieser Jahreszeit verändert sich tatsächlich auch jedes Jahr aufs Neue mein Essverhalten. Habe ich im Winter eher Lust auf Deftiges, kommt mit den wärmeren Temperaturen, den Sonnenstrahlen und den Zugvögeln auch mein Appetit auf Leichtes und Frisches zurück. Spargel, Erdbeeren und mein überallerliebstes Salatrezept für den weltbesten Sommersalat mit Babyspinat und Erdbeeren – oh ich freu mich schon so! Und Zitrone! Zitrone gehört in der hellen Jahreshälfte definitiv zu meinen Lieblingszutaten. Ob als Sauce, Marinade für Grillgut, Dressing, im Kuchen oder im Getränk, diese kleine gelbe, erfrischende Frucht gehört einfach dazu. Als ich dann letztens zufällig über dieses Rezept stolperte, MUSSTE ich es einfach probieren. Und zack, schon war ein neues #inunter20 geboren…

One Pot Zitronen-Pasta mit Spinat (vegane Pasta al Limone)
Die Zutaten für mindestens zwei Portionen
- 250-300 g Nudeln nach Wahl, z.B. Tagliatelle
- 250 ml Pflanzenmilch, zB. Hafermilch
- 750 ml Gemüsebrühe
- eine unbehandelte Zitrone (zB. Bio) für Saft und Schalenabrieb
- 250-300 g frischer Blattspinat
- eine Zwiebel
- ein paar Stängel frische Petersilie und frischen Thymian
- Salz, Pfeffer, Öl
- Chiliflocken
- etwas Mais- (oder andere) Stärke


- Zuerst die Gemüsebrühe ansetzen und die Zwiebel würfeln. Die Zitrone heiß abwaschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Kräuter abwaschen und fein hacken.
- Jetzt werden die Zwiebelwürfel in etwas Öl in einem großen Topf für ca. 2-3 Minuten glasig angebraten.
- Dann kommen die ungekochten Nudeln, 250 ml Pflanzenmilch und der Saft einer Zitronenhälfte ebenfalls in den Topf und werden mit der Gemüsebrühe bedeckt (falls noch Brühe übrig ist, erstmal beiseite stellen und eventuell nachgießen, wenn die Brühe verkocht ist und die Nudeln aber noch zu hart sind). Bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Nudeln bissfest sind (ca. 10-12 Minuten, je nach Nudel) und von Zeit zu Zeit mal umrühren.
- In der Zwischenzeit kann der Spinat gewaschen werden, man braucht etwa 250-300 g (mehr geht auch). Falls die Stiele sehr hart sind, werden sie entfernt, der Spinat muss aber nicht klein geschnitten werden, da er beim Erhitzen sowieso zusammen fällt.
- Wenn die Nudeln soweit sind, wird die Sauce angedickt. Dafür 1 TL Stärke in etwas Wasser lösen und die Mischung nach und nach in die kochende Nudelbrühe geben. Solange weiter köcheln lassen, bis die Sauce schön schlotzig ist und sich komplett um die Nudeln gelegt hat. Falls es nach ein, zwei Minuten noch zu flüssig, könnt ihr den Vorgang einfach wiederholen.
- Ist die Nudelsauce dann schlotzig genug, kommt der Spinat dazu. Einfach die gewünschte Menge in den Topf werfen und vorsichtig unterrühren. Noch 1 TL geriebene Zitronenschale dazugeben und 2 Minuten unter Rühren mitkochen lassen, bis der Spinat schön zerfallen ist.
- Zum Schluss die frischen Kräuter unterheben (Deko! Hebt etwas davon für die Deko auf, das Auge will ja schließlich auch Futter!) und alles mit Salz, Pfeffer und den Chiliflocken abschmecken.

Übrigens: Wer möchte, kann statt der Pflanzenmilch und Stärke auch direkt 250 ml Kokosmilch nehmen. Die muss dann wahrscheinlich auch nicht mehr angedickt werden.


Hier kommt schon der passende Pin:










2 Kommentare
Unsere Tochter ist sehr unruhig, sie ist 3 1/2 Jahre und konnte noch nie länger als 5 Minuten am Tisch sitzen. In der Schwangerschaft hatten wir leider Probleme (Platzentainsuffizienz), sie ist kerngesund, hatte bei der Geburt allerdings nur 1,6 Kilo. Mein Mann und ich würden sehr gerne mit unserer Tochter eine Ergotheraie / Physiotherapie oder Ähnliches machen. Wir denken auch an eine Stoffwechselstörung oder Ähnliches. Wenn wir mit dem Arzt sprechen, geht es leider in die Richtung „Erziehung – Grenzen setzen“… wie kommen wir an ein Rezept für eine Therapie? Wir haben es mehrfach beim Kinderarzt angesprochen, er meinte z.B. „AdHS wird erst in einem späteren Alter diagnostiziert“. Uns geht es nicht um eine „Monsterdiagnose“. Wir möchten einfach nur Hilfe durch einen Therapeuten. Was können wir tun? Eine Privatleistung ist uns zu teuer.
Liebe Malena, oh ich fühl deine Sorgen so sehr – ich weiß, die kräftezehrend so eine Situation sein kann. Tatsächlich ist es richtig, dass Diagnosen in einem so frühen Alter noch nicht hinreichend gestellt werden können, aber na klar, gibt es Dinge, die du auch jetzt schon tun kannst. Hast du schon von „Sensorischer Integration“ oder „Psychomotorischem Turnen“ gehört? Das gibt es auf Rezept (KG/Physiotherapie), vielleicht habt ihr n eurer Nähe ja eine gute Physiotherapiepraxis für Kinder? Höre gern auch mal bei unserem Podcast „Mamsterrad“ rein, da gibt es auch einige Folgen, dir dir vielleicht ein paar Impulse geben können.
Alles Liebe und viel Kraft für dich,
Judith