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Halloween Deko einfach selber basteln: Schnelle Mumienlichter
Einfache Halloween Deko basteln mit Kindern | Schnelle Mumienlichter | judetta.de

Wie schön ich mir das in meinem Kopf immer alles so zurecht denke, dieses Basteln mit Kindern: meine Jungs und ich, im Sonnenschein einträchtig auf der Terrasse sitzend, einer hält eine Schere und schneidet hübsche Förmchen aus, der andere sortiert und ordnet zu. Ich selbst leite an und begleite, mit locker zusammen geschlungenen Haaren, aus denen neckisch einige Strähnen sachte in meinen Nacken fallen. Natürlich trage ich ein strahlend weißes Leinenkleid, fleckenlos. Irgendwo in der Nachbarschaft zwitschert ein später Vogel, die Sonne seht tief und der Kaffee auf dem Tisch duftet verführerisch… (Und jetzt entschuldigt mich kurz, geh mich mich mal schnell totlachen.)

Basteln mit Kindern

Basteln mit Kindern im HerbstDenn die Realität sieht hier ganz anders aus. Der, der sich heimlich die Schere geschnappt und sie inzwischen nach vorn gerichtet hat, ist eigentlich noch viel zu klein für derartiges scharfes Instrument, pest damit aber gerade stolpernd auf seinen Bruder zu. Dieser wiederum quiekt wie am Spieß, weil er ja eigentlich schneiden wollte. Die Hälfte der Bastelmaterialien ist mittlerweile zerknittert unter dem Tisch gelandet, kleinere Teile durch die Fugen der Dielen im Nimmerland verschwunden. Ich wische mir hektisch mit der klebstoffverschmierten Hand (Note to self: Schnüffeln eine Option?) den viel zu langen und struppigen Pony aus der Stirn und fluche leise (okay, eigentlich fluche ich verdammt laut, wie sich das für eine vernünftige Rabenmutter nun mal gehört). Die Jungs testen derweil crescendierend, wer wohl am lautesten kreischen kann, der späte Vogel zetert und schimpft und ich weiß einmal mehr, warum ich basteln mit Kindern eher zu vermeiden versuche (Hello again, Rabenmutter).

Humor ist, wenn man’s trotzdem macht.

Einfache Halloween Deko basteln mit Kindern | Schnelle Mumienlichter | judetta.de

Ich wär nicht ich, wenn ich es nicht trotzdem irgendwie versuchen würde. Ich mag Selbstgemachtes und bin in den letzten Jahren (in Worten: zwei) dazu übergegangen, mit nur noch Sachen zu überlegen oder rauszusuchen, die man gut auch mit anderthalb Kindern schaffen kann. Dazu müssen sie vor allem

  1. Einfach und
  2. Schnell umzusetzen
sein. Und wenn es dann noch gelingt, die Kinder vorher darauf neugierig zu machen und somit für die ganze Speedbastel-Aktion zu begeistern, steht einem gelungenen Erlebnis beim Basteln mit Kind im Grunde ja nix mehr im Wege. Mit der Tannenzapfen-Traube, den Blumen für die Wand, dem pastelligen  Wallhanger und den Vogeltörtchen ist uns das letztes Jahr schon mal ganz gut gelungen.)
 
Basteln für Kinder im HerbstNun steht ja gerade mal wieder ein mehr oder weniger neu (gehypter) Feiertag vor der Tür, klaro, auf den Zug kann man ja direkt mal aufspringen. Saisonal ist immer gut, warum also nicht. Waas man von Halloween hält oder nicht, das will ich hier gar nicht diskutieren. Dem Kind macht Verkleiden Spaß und mir dekorieren und  verschenken, wenn dann dabei obendruff noch ein paar Süßigkeiten für uns rausspringen, warum eigentlich nicht. Also hab ich mich auf die Suche nach einer einfachen Bastelei gemacht und bin bei Pinterest (hier geht’s zu meinem Halloween Board) in vielfacher Form fündig geworden. Entschieden hab ich mich dann für ein

Einfaches und schnelles Halloween DIY: Mumienlichter

Ihr braucht (mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate Links, Info siehe unten):
Einfache Halloween Deko basteln mit Kindern | Schnelle Mumienlichter | judetta.de
 
Der Rest ist denkbar einfach.
  1. Ihr nehmt einfach die Mullbinde und wickelt sie ein- oder zweilagig und bloß nicht zu akkurat um die Gläser. Bei kleinen Gläsern empfiehlt es sich, die Binde einmal in der Mitte bzw. der Länge nach zu teilen, so dass die Bahn schmaler wird.

  2. Wickelt so, dass ein kleiner Spalt vom Glas frei bleibt, in den klebt ihr dann die Wackelaugen.

  3. Dann kommt noch das Teelicht rein (man kann natürlich auch ein echtes nehmen. Ich wollte gerne ein LED Licht, damit ich nicht immer irgendwas anzünden muss. Der Timer ist super, denn so muss ich mir im Prinzip gar keine Gedanken mehr machen. Unsere Lichter gehen kurz nach sechs an, brennen dann sechs Stunden und gehen wieder aus. Bis zum nächsten Tag, dann wiederholt sich das spielt. Ziemlich praktisch, ne?)

  4. Stellt die Gläser vors Haus, auf die Fensterbank, in den Garten oder auf den Wohnzimmertisch – fertig.
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Ich kann euch sagen, ich bin ganz begeistert von den kleinen Freunden (Oh kuck, ein Wortspiel!) und vermute, sie werden noch die ein oder andere Gesellschaft bekommen. Denn SO macht mir basteln tatsächlich sogar auch mit Kindern Spaß. (Rabenmutter zum dritten.)
 
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Falls ihr es nachmachen wollt, wünsch ich euch viel Spaß dabei!
 
Liebst,
icke
 
Ps: Natürlich kann man sich aus schwarzen Papier und Bastelvorlagen auch selbst kleine Fledermäuse basteln, ich hab allerdings auf eine fertige Girlande zurückgegriffen und diese dann zerschnitten. Eine ähnliche gibt es hier*. Die orangefarbenen Wimpel* sind wetterfest, sie hängen jetzt im dritten Jahr. Ich hatte sie damals auch bei Amazon bestellt.
 
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Ihr könnt noch und wollt direkt weitermachen? Dann findet ihr hier noch mehr Herbstbasteleien, zum Beispiel die

Kleine Geister Laterne aus Butterbrottüten:

 
Basteln mit Kindern im Herbst
 
 













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Da steht sie plötzlich, schwarz und fett auf einem blassrosa Papier, die Tinte ein bisschen verschwommen. Eine Abkürzung, die mir die Tränen in die Augen schießen lässt – genau jetzt und unzählige Male in der letzten Zeit, immer wieder, ungebremst rückwärts bergab und keine Chance, die Bremse zu ziehen.

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It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It’s okay to be not okay.
Ok. I am not.

Das Meer ist ganz ruhig, ganz glitzernd und spiegelt, es schwimmt sich ganz easy, routiniert geht’s voran.

Von Strömungen, die sich da langsam aufbauen und heimlich ganz stark werden, merkt man vorerst nichts. Nur vielleicht, dass man plötzlich ein bisschen mehr Kraft braucht, um das Tempo zu halten, das man sonst von sich kennt.

Man kommt weiter gut vorwärts, glaubt: Man, ach, das geht schon! Denn irgendwie geht es ja weiter voran. „Ich stell mich nur an grad, ich bin einfach müde, dann geht es heute eben bisschen früher ins Bett.“

Dass die Strömungen inzwischen Strudel wurden, die alles gierig und stark alles in den Abgrund ziehen, die reißen und tosen, die wüten und rauschen, das bleibt verborgen, das sieht man schlicht nicht.

Man schwimmt einfach weiter, mehr Kraft noch, das geht schon, das Meer scheint doch ruhig und der Himmel noch blau. Doch der Strudel, der wildert beharrlich nach unten, mehr Kraft noch, mehr Sog folgt, dann zu viel und zu laut.

Bis man – viel zu spät dann – endlich realisiert, dass gar nichts mehr rund läuft und man nicht mehr kann.

Blöd nur, dass die Kraft da schon lang nicht mehr ausreicht, um zurück zu kommen und nicht unterzugehen.


Warum ich das schreibe, das öffentlich mache? 
Weil ich nicht okay bin.
Und das ist okay.

Und weil’s mir so schwerfällt, darüber zu sprechen, weil ich das schlichtweg einfach (noch) nicht so gut kann. Doch es musste mal raus jetzt und es scheint so viel leichter, die Worte zu schreiben, die ich nicht aussprechen kann. Sie mir einzugestehen und sie mir zu erlauben, das ist ein Anfang. Der Weg ist lang, doch das Ziel ist das Ziel. Und wenn ich da ankommen, dann will ich wieder ich sein. Und wieder ich werden? Da arbeite ich jetzt dran.

Liebst,

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Keine Ahnung, ob du es vielleicht schon bei Instagram verfolgt hattest oder ob das hier jetzt komplett neu ist: Ich habe AD(H)S, das erst kürzlich bei mir diagnostiziert wurde.. Ein bisschen was habe ich schon dazu erzählt und geschrieben, aber irgendwie ist das nicht nur ein Thema für Instagram, sondern auch für hier  und ich glaube, deswegen werde ich jetzt nach und nach auch auf meinem Blog darüber schreiben. 

Pünktlich zum Mental Health Day am 10. Oktober war es jedenfalls so weit: Wochenlang hatte ich überlegt, ob ich in der Öffentlichkeit überhaupt darüber sprechen möchte, und plötzlich war es ganz klar: Die Zeit des Versteckens muss vorbei sein, wir müssen über Dinge sprechen, wenn wir sie ändern, wenn wir sie enttabuisieren wollen. 

Seit immer schon versuche ich, meine „Schwächen“ zu verstecken, meine „Makel“ und Eigenschaften, die ich mir immer weggewünscht habe und ständig versucht, zu maskieren. Ich hab weder über den Burnout gesprochen, der mich vor etwa 10 Jahren in die Knie zwang, noch über die Therapien, die ich gemacht habe, geschweige denn von all den anderen Dämonen, mit denen ich hin und wieder kämpfe.

Und auch meine neuste „Errungenschaft“, AD(H)S – spätdiagnostiziert im Erwachsenenalter – wollte ich erst weder wahrhaben noch darüber reden. Ich weiß seit einer kleinen Weile, dass ich ADHS habe. Irrsinnig viel erklärt sich dadurch, und dennoch ist es noch schwer zu fassen. Ich stehe am Anfang, aber ich bin auf dem Weg. Und ich werde drüber sprechen. Weil endlich Schluss sein muss mit dem Maskieren – und zwar in jegliche Richtung.

Und jetzt entschuldige mich, mein Mutausbruch macht mir Angst, ich muss mir mal kurz die Decke über den Kopf ziehen. 🙈

Falls du jetzt aber Lust  bekommen hast, mehr darüber zu hören, dann here some good news. Wir haben für den Mamsterrad-Podcast mit den AD(H)S-Expertinnen Dr. Ismene Ditrich, Fachärztin für Psychologie und Psychiatrie, und Dr. Christa Koentges, Psychologin und Psychotherapeutin, über AD(H)S im Erwachsenenalter und insbesondere bei Frauen gesprochen. Die ganze Podcastfolge gibt es hier:

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Weitere Informationen

Wenn dich das Thema „AD(H)S im Erwachsenenalter“ interessiert, habe ich hier noch ein paar wirklich tolle Buchtitpps für dich:

„Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S“

Frauen und Mädchen mit AD(H)S erhalten viel seltener eine Diagnose als Männer und Jungen, denn ihre Symptome fallen weniger stark auf: Betroffene Frauen und Mädchen sind weniger hyperaktiv, dafür verträumt, unaufmerksam und vergesslich. Die zu späte oder fehlende Diagnose kann weitreichende Folgen haben: Der Leidensdruck bleibt meist über Jahrzehnte bestehen, schadet ihrem Selbstwertgefühl und zieht Folgeerkrankungen nach sich.

Die vier Expertinnen der Freiburger Arbeitsgruppe AD(H)S leisten in diesem Buch wichtige Aufklärungsarbeit für Frauen mit AD(H)S sowie für Eltern betroffener Mädchen. Mit vielen Einblicken aus der Forschung, Fallgeschichten, Reflexionen und Übungen zur Selbsthilfe zeigen sie konkrete Wege auf, wie Betroffene mit ihrer Besonderheit Frieden schließen, ihre vielen Stärken entdecken und gut mit AD(H)S leben können.

BUCH BESTELLEN*

„Hirngespinste: Mein Leben mit ADHS“

Sätze wie „Ein bisschen ADHS hat doch jeder.“, „ADHS gibt es doch gar nicht.“ oder „ADHS haben doch nur kleine Jungs.“ gehören für Lisa Vogel zum Alltag. Wie es ist, als erwachsene Frau mit ADHS zu leben, welchen Vorurteilen man ausgesetzt ist und was im Alltag hilft, davon handelt dieses Buch.

Lisa räumt mit Mythen rund um die Stoffwechselstörung im Gehirn auf. Denn nicht jede/r mit ADHS ist ein zappeliges Kind, schlecht in der Schule oder auffällig im Erwachsenenalter. Mit ihrer späten Diagnose begann ihre Reise zu sich selbst, aus der ihr Wunsch erwuchs, andere auf dieser Reise zu begleiten, ihnen Verständnis zu schenken und sie vor Selbstzweifeln zu schützen.

Aktuelle Erkenntnisse und Studien zum Thema ADHS bei Erwachsenen runden das Buch ab.

BUCH…

4 Kommentare

  1. Ich finde ja, die Außenleuchte sollte auch mumifiziert werden 🙂

    • Das ist ja eine fantastische Idee, danke! Da muss ich wohl morgen auch noch Mal zur Apotheke. So gut!

  2. Das ist eine suuuuper Idee, Rolf 63 und ich 70 Jahre haben kurzfristig eine Einladung in unserer Siedlung erhalten zum Halloweenfest. Schnell haben wir alle Utensilien zusammengesammelt und Mumiengläser gebastelt und diese heute schon auf die Fensterbank gestellt.
    Wir haben von den Nachbarn tolle Reaktion erhalten, denn in unserem Alter hatte keiner so eine tolle Idee. Danke, danke danke danke.

    Ganz liebe Grüße

    Rolf und Ulla

    • Oh, ihr lieben zwei, das ist ja eine tollen Nachricht – ich seh sie jetzt erst. Vielen, vielen Dank, ich freu mich sehr!


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