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Wie wir Halloween feiern und wie aus einer Laune heraus eine schöne Tradition entstand

Die Sache mit Halloween ist ja auch so eine Sache für sich – die einen lieben es, die anderen können gar nicht so viel essen, wie sie.. na ihr wisst schon. Jedenfalls schwappt dieses Ereignis ja mehr und mehr zu uns rüber, die Geschäfte sich voll von Geisterkram und mit (kleineren) Kindern kommt man schon fast nicht mehr drum herum.

Als wir damals (haha, wie das klingt, damals!) noch mitten in Eimsbush wohnten, passierte am Abend des 31. Oktobers nicht viel. Obwohl ich liebevoll unser Fenster schmückte und sogar die damals so angesagte Light Box nach außen drehte und mit einer Einladung versah, tat sich genau… nichts. Klar, in einem Mietshaus klingelt kaum einer, irgendwie ist das in der Stadt auch müßig. So blieb ich auf den drei Kilo Süßigkeiten, die ich euphorisch besorgt hatte, sitzen. Bzw. sie auf meinen Hüften. Aber seit zweieinhalb Jahren wohnen wir nun in unserem Häuschen und feiern hier in ein paar Tagen unser drittes Halloween. Und ach, was soll ich sagen? Ich freu mich drauf!

Im ersten Jahr war der Große gerade mal zwei und außer ein paar lustigen Mumien-Würstchen einfach ein paar Wiener mit fertigem, in Streifen geschnittenen Blätterteig umwickeln, Nelken als Augen einsetzen, nach Packungsanleitung backen, fertig!) war bei uns nicht viel los. Letztes Jahr dann passierte schon etwas mehr. (Zumindest ansatzweise) Gruslig geschminkt liefen wir am frühen Abend durch die direkte Nachbarschaft und sammelten zum ersten Mal auch Leckereien ein. Wir selbst hatten unser Haus ein bisschen geschmückt und verteilten nach unserer eigenen Runde noch Süßigkeiten an andere kleine Geistergruppen, die sich zu uns verirrten.

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Für dieses Jahr haben wir noch nichts festgelegt. Unser Haus ist wieder ein bisschen dekoriert, dieses Jahr sogar mit DIY Mumienlichtern. Wir werden natürlich ein kleines Ründchen drehen, aber ich freu mich auch auf die Klingelgäste an unserer Tür. Ehrlich gesagt bin ich noch immer so hormongeladen, dass mir jeder auswendig gelernte und trotzdem haksig und stotterig vorgetragene Kinderreim in Verbindung mit den großen und erwartungsvollen Augen in kleinen geschminkten Gesichtern und dunklen Kostümen die Tränen in die Augen treibt. Ich glaub, ich bin echt noch zu weichgespült für dieses Mom Business. Heulsusy me.

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Was aber auch gerade zum dritten Mal stattgefunden hat und was mir auch nach (verhältnismäßig) kurzer Zeit schon als Tradition so richtig ans Herz gewachsen ist, ist unser jährliches Kürbis Schnitzen mit Freunden. Angefangen hat es damit, dass ich Lust hatte, selber mal wieder einen Kürbis zu schnitzen, der Mann aber… nicht. Ich kannte das noch aus meinem Jahr als Au Pair in den USA (Oh Gott, ich hab gerade kurz nachgerechnet, das ist jetzt schon 18 – in Worten ACHTZEHN!!!- Jahre her – ich geh kaputt!!), da hatte sich jedenfalls „dieser neumodische Schnickschnack“ mit seinen kunstvoll dekorierten Vorgärten, den Mais Labyrinthen, Kürbis Festen und den irre grusligen Haunted Häusern klammheimlich in mein Herz gewanzt.

Ich mochte also auch endlich mal wieder schnitzen und da ich das aber lieber in geselliger Runde tun wollte, beschlossen wir, einfach ein paar Freunde dazu einzuladen. Schnitzen und schnacken, das war der Plan. Wir bereiteten ein mini Buffet vor, bestehend aus der leckersten Kürbis-(Tomaten-)Suppe der Welt, Kürbis Brownies und Macadamia Blondies und jeder brachte sich so viele Kürbisse mit, wie er schnitzen wollte. Leider war einer davon von innen schon ganz faulig, das gab dem Event dann so richtig Gruselcharakter. Wir hatten jedenfalls einen tollen Nachmittag und das Ergebnis war für’s erste Mal auch ganz ansehnlich. Und alle waren sich einig: das machen wir wieder. Eine Tradition war geboren.

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Letztes Jahr wiederholte sich der Spaß dann auch. DIE Suppe und andere Leckereien standen bereit und Kürbisse wurden herangeschafft. Wir schnackten und schnitzten, diesmal faulte niemand und das Ergebnis war wieder beeindruckend.

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Kein Wunder also, dass sich auch dieses Jahr gegen Ende des Sommers erste zaghafte Stimmen meldeten, was denn nun eigentlich mit unserem Kürbiskwatsch sei. Nachdem endlich ein Termin gefunden war, konnte es letztes Wochenende losgehen. Allerdings brauchen wilde Zeiten ruhige Häfen und so haben wir ein wenig umdisponiert. Klar, die Suppe aller Suppen gab es traditionsgemäß auch in diesem Jahr, aber den Rest teilten wir unter allen auf uns so wurde das kleine Buffet nicht nur abwechslungsreicher, sondern kurzerhand: der Knaller! Es gab selbstgemachten Zwiebelkuchen und Federweißer, noch warmen Käsekuchen und erfrischenden Couscous Salat und für die Kinder hatte ich noch süße kleine Gespenster vorbereitet.

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Ach, was soll ich sagen? Es war ein so schöner Nachmittag, es sind wieder richtig tolle Kürbis Kunstwerke entstanden und oh, ich freu mich jetzt schon aufs nächste Jahr!

Wir schnitzen übrigens seit dem allerersten Mal mit genau diesem Setauf dem Bild* und ggf. noch einem scharfen  Messer und ein paar herkömmlichen Löffeln, um den Deckel abzuhebeln und den Kürbis auszuhöhlen. Die Werkzeuge sind, auch wenn sie erstmal anders anmuten, super stabil und echt gut für alle möglichen groben und feinen Schnitzereien geeignet.

Und was sagt ihr, ist Halloween für euch „Huuuuu“ ooder „Puh!“? Erzählt es mir doch in den Kommentaren!

Ich freu mich, von euch zu lesen und liebst,
icke

Ps: Wusstet ihr eigentlich, dass das verkleidet von Haus zu Haus ziehen und Reime aufsagen, um Süßigkeiten einzuheimsen gar nicht erst mit Halloween Einzug bei uns nahm? Hier in Norddeutschland ist das ein alter Brauch: das Rummelpottlaufen. Am frühen Silvesterabend zogen die Kinder von Haus zu Haus, sangen Lieder und bekamen Äpfel, Gebäck und andere Süßigkeiten. Die Verkleidung sollte dabei dafür sorgen, dass sie nicht erkannt werden. Leider ist dieser Brauch hier inzwischen nahezu eingeschlafen, aber mal sehen, ein bisschen Lust hätte ich schon, vielleicht lassen wir ihn einfach wieder aufleben.

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Da steht sie plötzlich, schwarz und fett auf einem blassrosa Papier, die Tinte ein bisschen verschwommen. Eine Abkürzung, die mir die Tränen in die Augen schießen lässt – genau jetzt und unzählige Male in der letzten Zeit, immer wieder, ungebremst rückwärts bergab und keine Chance, die Bremse zu ziehen.

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It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It's okay to be not okay. Ok. I am not.

It’s okay to be not okay.
Ok. I am not.

Das Meer ist ganz ruhig, ganz glitzernd und spiegelt, es schwimmt sich ganz easy, routiniert geht’s voran.

Von Strömungen, die sich da langsam aufbauen und heimlich ganz stark werden, merkt man vorerst nichts. Nur vielleicht, dass man plötzlich ein bisschen mehr Kraft braucht, um das Tempo zu halten, das man sonst von sich kennt.

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Dass die Strömungen inzwischen Strudel wurden, die alles gierig und stark alles in den Abgrund ziehen, die reißen und tosen, die wüten und rauschen, das bleibt verborgen, das sieht man schlicht nicht.

Man schwimmt einfach weiter, mehr Kraft noch, das geht schon, das Meer scheint doch ruhig und der Himmel noch blau. Doch der Strudel, der wildert beharrlich nach unten, mehr Kraft noch, mehr Sog folgt, dann zu viel und zu laut.

Bis man – viel zu spät dann – endlich realisiert, dass gar nichts mehr rund läuft und man nicht mehr kann.

Blöd nur, dass die Kraft da schon lang nicht mehr ausreicht, um zurück zu kommen und nicht unterzugehen.


Warum ich das schreibe, das öffentlich mache? 
Weil ich nicht okay bin.
Und das ist okay.

Und weil’s mir so schwerfällt, darüber zu sprechen, weil ich das schlichtweg einfach (noch) nicht so gut kann. Doch es musste mal raus jetzt und es scheint so viel leichter, die Worte zu schreiben, die ich nicht aussprechen kann. Sie mir einzugestehen und sie mir zu erlauben, das ist ein Anfang. Der Weg ist lang, doch das Ziel ist das Ziel. Und wenn ich da ankommen, dann will ich wieder ich sein. Und wieder ich werden? Da arbeite ich jetzt dran.

Liebst,

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Auch das noch: Ich hab AD(H)S als Erwachsene

Keine Ahnung, ob du es vielleicht schon bei Instagram verfolgt hattest oder ob das hier jetzt komplett neu ist: Ich habe AD(H)S, das erst kürzlich bei mir diagnostiziert wurde.. Ein bisschen was habe ich schon dazu erzählt und geschrieben, aber irgendwie ist das nicht nur ein Thema für Instagram, sondern auch für hier  und ich glaube, deswegen werde ich jetzt nach und nach auch auf meinem Blog darüber schreiben. 

Pünktlich zum Mental Health Day am 10. Oktober war es jedenfalls so weit: Wochenlang hatte ich überlegt, ob ich in der Öffentlichkeit überhaupt darüber sprechen möchte, und plötzlich war es ganz klar: Die Zeit des Versteckens muss vorbei sein, wir müssen über Dinge sprechen, wenn wir sie ändern, wenn wir sie enttabuisieren wollen. 

Seit immer schon versuche ich, meine „Schwächen“ zu verstecken, meine „Makel“ und Eigenschaften, die ich mir immer weggewünscht habe und ständig versucht, zu maskieren. Ich hab weder über den Burnout gesprochen, der mich vor etwa 10 Jahren in die Knie zwang, noch über die Therapien, die ich gemacht habe, geschweige denn von all den anderen Dämonen, mit denen ich hin und wieder kämpfe.

Und auch meine neuste „Errungenschaft“, AD(H)S – spätdiagnostiziert im Erwachsenenalter – wollte ich erst weder wahrhaben noch darüber reden. Ich weiß seit einer kleinen Weile, dass ich ADHS habe. Irrsinnig viel erklärt sich dadurch, und dennoch ist es noch schwer zu fassen. Ich stehe am Anfang, aber ich bin auf dem Weg. Und ich werde drüber sprechen. Weil endlich Schluss sein muss mit dem Maskieren – und zwar in jegliche Richtung.

Und jetzt entschuldige mich, mein Mutausbruch macht mir Angst, ich muss mir mal kurz die Decke über den Kopf ziehen. 🙈

Falls du jetzt aber Lust  bekommen hast, mehr darüber zu hören, dann here some good news. Wir haben für den Mamsterrad-Podcast mit den AD(H)S-Expertinnen Dr. Ismene Ditrich, Fachärztin für Psychologie und Psychiatrie, und Dr. Christa Koentges, Psychologin und Psychotherapeutin, über AD(H)S im Erwachsenenalter und insbesondere bei Frauen gesprochen. Die ganze Podcastfolge gibt es hier:

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Weitere Informationen

Wenn dich das Thema „AD(H)S im Erwachsenenalter“ interessiert, habe ich hier noch ein paar wirklich tolle Buchtitpps für dich:

„Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S“

Frauen und Mädchen mit AD(H)S erhalten viel seltener eine Diagnose als Männer und Jungen, denn ihre Symptome fallen weniger stark auf: Betroffene Frauen und Mädchen sind weniger hyperaktiv, dafür verträumt, unaufmerksam und vergesslich. Die zu späte oder fehlende Diagnose kann weitreichende Folgen haben: Der Leidensdruck bleibt meist über Jahrzehnte bestehen, schadet ihrem Selbstwertgefühl und zieht Folgeerkrankungen nach sich.

Die vier Expertinnen der Freiburger Arbeitsgruppe AD(H)S leisten in diesem Buch wichtige Aufklärungsarbeit für Frauen mit AD(H)S sowie für Eltern betroffener Mädchen. Mit vielen Einblicken aus der Forschung, Fallgeschichten, Reflexionen und Übungen zur Selbsthilfe zeigen sie konkrete Wege auf, wie Betroffene mit ihrer Besonderheit Frieden schließen, ihre vielen Stärken entdecken und gut mit AD(H)S leben können.

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