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Mamsterrad Folge #008: Was tun, dass mein Kind abends besser einschlafen kann?

Eigentlich standen die Vorzeichen gut. Der Nachmittag lief entspannt ab, Kinder glücklich, Kinder satt, Kinder zum Abend hin angemessen müde. Besonders das kleinere rieb sich beim Abendbrot schon immer wieder die Augen. Hah, dachte ich, heute habe ich leichtes Spiel mit dem Einschlafen. Doch ich hatte mich offenbar zu früh gefreut.

Essen, Waschen, Schlafanzug an, ja sogar das Zähnputzen liefen erstaunlich gut. Mein Mann war unterwegs und die Söhne zur vorgesehenen Zeit fix und fertig und bereit fürs Bett. Ein bisschen stolz und innerlich schon frohlockend, dem Triumphe sicher, schob ich den Großen sachte ins Kinderzimmer und versprach ihm eine Geschichte aus „einem langen Buch“, sobald der kleine Bruder schliefe. Diesen wiederum hatte ich währenddessen wie so häufig auf meiner Hüfte geparkt und trug ihn behutsam mit mir. Sein Kopf ruhte schon auf meiner Schulter, seine kleinen Ärmchen hatte er um meinen Hals geschlungen, seine Nase in meinem Haar vergraben. Oh, ich war mir meiner Sache sooo sicher. Nachdem der Große also vorübergehend versorgt war, trug ich den Kleinen ins Schlafzimmer und legte ihn in unser Bett. Mich selbst legte ich daneben und juchzte innerlich – in ein paar Minuten würde er schlafen, ich könnte mich fix noch um den Großen kümmern und hätte dann endlich ein paar Minuten nur für mich.

Pustekuchen.

Denn ich hatte wohl milchmädchenesque gerechnet. Sobald wir nämlich im Bett lagen, schlug der werte Herr Sohn vergnügt die Augen wieder auf und blinzelte mich freudestrahlend an. Sein „Ich bin noch gar nicht müde!“ überhörte ich erstmal, bettete ihn wieder auf sein Kissen, kuschelte mich an ihn und shhhhh-te so vor mich hin. Zack, schon saß er wieder. Dieses Spiel wiederholten wir dann, bis auf der linken Seite meines Halses langsam eine Ader hervortrat und meine Wut gemächlich, aber sicher von Level „Kiffendes Faultier“ auf „Tasmanischer Teufel auf Koks“ anschwoll.

Mittagschlaf ist doch für Babies.

Was ich nämlich in all meinem Überschwang vergessen hatte, war, dass mein Zweijähriger Sohn, der eigentlich bereits im zarten Alter von etwa 20 Monaten dem Mittagschlaf abschwor, vor lauter Geturne in der Kita am frühen Nachmittag in selbiger wegnickte. Meine Jungs besuchen eine Kita, in der es Devise ist, die Kinder schlafen zu lassen und unter keinen Umständen aufzuwecken. So trug es sich zu, dass mein Sohn knapp zwei Stunden schlief und scheinbar „nur ein kleines Hängerchen“ hatte, bevor es abends ins Bett ging.

Abends plötzlich nicht mehr müde: Wenn das Kind nicht einschlafen will

 Wie Kinder abends
besser einschlafen

Dieses bis zu 2h andauernde Spiel wiederholt sich inzwischen in feiner (Un)Regelmäßigkeit seit einigen Wochen, am liebsten immer dann, wenn man gerade so überhaupt nicht damit rechnet. Was ist das bloß für ein Phänomen, dass Kinder – ganz egal, wie müde sie eben noch erschienen – genau dann plötzlich wieder hellwach, lachend und mit weit aufgerissenen Augen im Bett sitzen, wenn sie doch eigentlich dringend schlafen müssten? In der 8. Episode unseres Podcast Quickies „In 15 Minuten aus dem Mamsterrad“ gehen wir der Sache auf den Grund und besprechen, woran es liegen kann, dass Kinder manchmal so schlecht einschlafen. Und wir überlegen, mit welchen Mitteln man ihnen dabei helfen kann, abends besser in den Schlaf zu finden. So kommen alle hoffentlich bald alle Familienmitglieder zu ihrer wohlverdienten Abendruhe.

Ihr könnt unseren Podcast bei Spotify hören, bei iTunes, via Deezer oder in den Google Podcasts. Wenn ihr aber gerde neben einem nicht schlafen wollenden Wirbelwind sitzt, holt euch doch einfach fix Kopfhörer und nutzt die nächste viertel Stunde besser, als laut oder leise vor euch hin zu knurren. Legt die Beide hoch oder besser noch euch neben’s Kind und drückt einfach direkt hier auf Play:

Viel Spaß beim Hören und liebst,
icke

 

 

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Abends plötzlich nicht mehr müde: Wenn das Kind nicht einschlafen will

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8 Kommentare

  1. Danke für diese ehrlichen Worte! Du bist damit nicht allein und tust, was du kannst. Leider ist das manchmal das einzige was wir machen können. Da sein…halten…aushalten

    • Und genau das ist so viel wert, finde ich – zu wissen, dass man nicht allein damit ist, dass es da draußen jemanden gibt, der versteht. ich danke dir für deinen Kommentar! 🙂

  2. Du Arme. Der Arme. Wenigstens hast Du jemanden der ihn mal mitnimmt. Würde ich mir auch oft wünschen.
    Hilfts Dir wenn Du weisst dass da draussen auch andere leiden, mit Dir mit und für sich selbst auch?

    • Ja, das ist Gold wert, wirklich. Und ich weiß das so sehr zu schätzen!

      Weißte, es hilft nicht zu wissen, das noch irgendwo irgendwer leidet. Das tut mir eher leid. Was aber immens hilft ist, dass man nicht alleine ist, dass irgendwo da draußen jemand ist, der versteht und weiß, wie sich das anfühlt. Wahrscheinlich meintest du das genau so, oder?

      Alles Liebe!

  3. Puh, da kamen selbst mir die Tränen beim Lesen. Danke für deine Ehrlichkeit. Ich kann dir einfach nur viel Kraft wünschen. Gut, dass du Momente für dich nimmst, auch wenn du solltest…

    • Du Liebe, ich freu mich sehr über deine Worte, vielen Dank! 🙂

  4. Oh solche Tage/Phasen kenn ich leider nur zu gut! Und mit großem Geschwisterchen stell ich mir das noch heftiger vor. Halte durch! Du machst das ganz toll!!! Wie alt ist denn der kleine?

    • Wie lieb, ich danke dir! Der Kleine ist 13 Monate jetzt und die beiden Jungs sind 2 Jahre und vier Monate auseinander.


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